Dienstag, 25. April 2006

Colonia ... ein bisschen Paradies ...


Die letzte Woche ist angebrochen, die Freude nach Hause zu fliegen, hält sich jedoch in Grenzen! Ich liebe diese Stadt, die Atmosphäre, die Sprache und auch werde ich die Leute, die ich kennengelernt hab ganz schrecklich vermissen! (Die Arbeit nicht!*g*)

Das letzte Wochenende war noch einmal von einem Highlight gekrönt - Annabel und ich unternahmen einen Ausflug nach Colonia (Uruguay).
Es hieß bald Aufstehen am Samstag, weil der Buquebus - so heißt die Fähre und sie haben eine gräßliche Musik in ihrer Telefonwarteschlange, ich sags euch! - schon um 9.00 ablegen sollte (tat er wieder erwarten auch) und wir schon um 8.00 am Hafen sein sollten. Nach einem mehr oder weniger anstrengendem Abend mit Janna, die uns zu meiner besonderen Freude auch noch besuchen kam, war das ja nicht so einfach! :)

3 Stunden Schiff waren jedoch genau richtig, um munter in Uruguay anzukommen. Besonders schön war die Sicht auf Buenos Aires, als wir aus dem Hafen fuhren - ziemlich cool! Und auch sonst war die Kombination "blauer Himmel und braunes Wasser des Rio de la Plata" äußerst skuril!

Colonia ist vor allem berühmt für seinen historischen Stadtteil direkt am Fluss - der aber wie das Meer wirkt! - mit schönen, alten Bauten!
Die Sonne hat uns natürlich erstmal einen Strich durch die Rechnung gemacht, hat sich jedoch schlussendlich doch zusammengerissen und ist 2 Stunden vor unserer "Abreise" wieder aufgetaucht!

Der Ausflug war geprägt von etwas seltsamen Begegnungen - aber Hauptsach ich hab jetzt einen Freund in Colonia! ;)

Generell zur Stimmung im Moment ist folgendes zu sagen...
ICH WILL NICHT WEG.... ! ;) (Nein, nein, freu mich eh auf zu Hause, aber ich will trotzdem nicht weg von hier..... )

Freitag, 21. April 2006

Semana Santa in Buenos Aires! Motto: Genießen, Fotos machen und Dulce de Leche


Louise und Allan verlassen uns für eine Weile und auch Björn beschließt spontanest, mit dem ZUG! nach Iguazú zu "düsen"! Geplant sind 26 Stunden Zug, und ich hab darüber schon gelacht! (In Wirklichkeit waren's dann 51!!!)

Naja, auf alle Fälle blieben Annabel und ich allein in Buenos Aires... Das Motto war schnell beschlossen: Viiiel sehen und noch viiiel mehr Fotos machen! Im Laufe des verlängerten Wochenendes hat sich dann noch ein anderes herauskristallisiert - Panqueque con Dulce de Leche!! (Macht süchtig!!) Aber auch die Empanadas und das tolle Obst haben wir nicht vernachlässigt! ;)
Tage also ganz im Zeichen von Sonne, Essen und Genießen!

Die Abende verbrachten wir mit Spaziergängen in San Telmo und Palermo, die natürlich in einer Bar (und meist eben mit obengenannter Köstlichkeit) endeten. Lange Gespräche auf "Spanglisch" und viiiel Geknipse!

Das Highlight war die Fahrt nach Tigre. Es hieß nicht mal so richtig früh aufstehen, weil der Zug ca. alle 10 Minuten fährt - für eine 1 stündige Zugfahrt zahlt man hier lächerliche 0,90 Pesos! Da können sich die ÖBB noch was abschauen!!
Das Tigre-Delta war traumhaft! In der Stadt Tigre angekommen, noch schnell einen Tee zur Stärkung und dann auf zur Suche nach dem besten Boot und raus ins Delta. Boot war natürlich schnell gefunden, die Insel bald erreicht und los ging die Erkundungstour!

Man hatte ein wenig das Gefühl, im Paradies zu sein. Die Stimmung war so ruhig und friedlich, die Gegend so schön und grün und das Wasser so - halt! - braun! ;)
Nach einer 1,5 stündigen Erkundungstour, die wir leider wegen Matsch etc. etwas verkürzt haben, genossen wir ein kl. Nickerchen in der Sonne (der strategische Sonnenbrand wurde geholt, keine Frage!) und anschließend ein tolles Mittagessen direkt am Wasser, mit Parilla (Gegrilltem!) und - 3 Mal darf geraten werden! - natürlich! :)

Abends dann ab ins Kino - La era del hielo II - auf Spanisch aber... und als quasi-fast Mitternachtssnack Empanadas! (Zum Glück isst Annabel auch so gerne, wie ich ;) )

Am Sonntag wurden natürlich noch ein paar Märkte - zwei - unsicher gemacht, die waren jedoch nicht so toll, wie der Markt in San Telmo und Belgrano!

Tja.. und am Montag hieß es dann natürlich eh schon wieder arbeiten...

Dienstag, 11. April 2006

Blau, blau, blau ist meine liebste Farbe... *sing*

... fix und fertig Ankunft in "El Calafate" - der Transfer zum Hostel ist schnell organisiert und nun heißt es warten, wie mir der Kerl vom Transfer verklickert, weil noch ein zweites Flugzeug landet. Nagut - mir ist ohnehin schon alles egal, bin hundemüde!
Nachdem das Flugzeug anscheinend nochmal zwanzig Minuten später landen soll, zahlt mir der Typ (namenlos!) noch einen Kaffe - :) Warten kann auch was positives haben!

Das Hostel ist - im Gegensatz zu dem in Ushuaia - ein Traum! Wirkt wie ein Hotel - irrsinnig schöne Aussicht auf den Ort und die Landschaft! Ach ja, hier regnet es nämlich nicht!! Sonder wunderschöner bunter Sonnenuntergang - traumhaft!

Irene geht aber gleich schlafen, weil am nächsten Tag ja eine Tour zum "Perito Moreno Gletscher" geplant ist, und da gehts um 8.00 los!

Nach dem Frühstück - lässigerweise sogar mit Dulce de leche! - gehts dann mit dem Bus laaaang übers Land. Irrsinnig schöne Landschaft, dieses Patagonien! Ist mir im Flugzeug schon aufgefallen. Keine Ahnung, wie das in der Fachsprache heißt, muss aber sowas wie Steppe (auf kalt halt) sein. Und was sehr faszinierend war - die bauen ihre Straßen beinhart schnurgerade durch das Land! (Im "Schachbrettplan selbstverständlich) Obs da bergauf oder bergab geht (tuts ja e nicht wirklich) ist denen egal - schnurgerade muss es sein! Und sowas wie "Dörfer" kennen die auch nicht. Entweder 5 Häuser im Nirgendwo, oder riesige Städte!

Der Gletscher war traumhaft schön! Vor allem, weil Sonnenschein und soooo blau! Wahnsinn! Und diese Größenverhältnisse. Mich beeindruckt hier immer die schier unendliche Weite der Landschaft - alles ist sooooo riesig!

Aber nach 4 Stunden den gleichen blauen Schnee/Eisberg anschaun, war mir das auch genug, sodass ich auf das Schiff verzichtet und lieber einen Kaffee getrunken hab. (Dass ich schon wieder müdest war, muss ich wohl nicht erwähnen, nach einer einstündigen Wanderung zum Gletscher - aber mit türkisestem See - beeindruckenst!)

Wieder zurück in der Stadt, wurden die Pläne spontan nochmal umgeändert und ein Ticket für einen Ausritt am nächsten Tag gekauft. Also doch noch "schnell" den Stadtbummel am Abend und dann relativ früh ins Bett, damit am nächsten Tag nicht vom Pferd fallen!*g* (Ausserdem gabs hier nichts mehr zu sehen, weil Calafate nur Tourismusort ist)

Vaters Prognose zum Trotz hat am Sonntag zum Glück die Sonne gescheint, sodass der Ausritt - fast eine Frechheit, das so zu bezeichnen - also das "auf dem Pferd sitzen und durch die Gegend getragen werden" traumhaft schön war, weils wirklich quer durch die "Wüste" ging!
Voll geruhsam, von der Sonne gewärmt (wohlgemerkt in Louises Winterjacke!), mit wunderbarem Ausblick auf die Landschaft - ein gelungener Abschluss des Wochenendes! (Das schlussendlich doch noch besser geworden ist, als es anfangs schien!)

El fin del mundo - Ushuaia (Tierra del fuego)

Na das fängt ja gut an! Die "schwindlige" Fluggesellschaft ruft mich an, will mir irgendetwas mitteilen, aber Irene sitzt in der "Subte" und versteht natürlich so gut wie nichts. Die Bitte, in zehn Minuten nochmal anzurufen wird selbstverständlich mit "Ja" beantwortet - der Anruf kommt nie!
Zu erreichen ist auch keiner - unter fünf verschiedenen Nummern haben ich und Bekannte versucht die "Aerolineas Argentinas" anzurufen - besetzt! (Sogar um 7.00 morgens noch!)
Nagut - frau will ja kein Risiko eingehn, drum schon, wie vorgesehn um 7.00 zum Flughafen - gute Nachricht dort: Flug erst um 11, nicht um 8.40! Supergut! Also waaaaarten...

14.30 Ankunft in Ushuaia - eine der südlichsten Städte der Welt - Regen! (Die Frisur hält!) ... Mit dem Taxi, was anderes gibts hier nicht, gehts erstmal zum Hostel. Der junge Taxifahrer hat meiner Meinung nach ein paar Centavos herausgeschunden, weil bei ihm hab ich am Meisten bezahlt für die Fahrten, aber gut, war halt so! Die Stadt, groß aber eigentlich ruhig, wirkt ganz anders als Buenos Aires und schon wegen des Klimas und der Größe kompletter Gegensatz zu Puerto Iguazu.
Die Häuser - sehr einfach gebaut und bunt angemalt - zum Großteil in den Hang gebaut, dahinter erheben sich die eingeschneiten Gipfel der Berge. Würd die Sonne scheinen, ein traumhaftes Bild! (Hat es dann auch am nächsten Tag für 1 Stunde!!!)
Das Hostel klein und nicht so umwerfend, aber wer wird wegen einer Nacht schon heikel sein!

Wegen der fortgeschrittenen Zeit geht sich leider kein Nationalparkbesuch mehr aus und auch die Boote haben alle schon den Hafen verlassen. Drum kleiner Spaziergang am Kanal entlang zum "alten Flughafen" - oder zumindest die Hälfte des Weges, weil der Wind mit einer Wucht zu blasen begann, die mich fast umgeworfen hätte. Ausserdem war die Erinnerung an nasse Jeans noch aus Iguazú so präsent, dass ich das Erlebnis nicht unbedingt gleich nochmal wiederholen musste!

Neuer Plan: in ein Café sitzen, was essen, Tagebuch schreiben und Zeit verstreichen lassen, bis ich schlafen gehen kann.
Der Plan wurde in Variation ausgeführt, weil der Regen nach ca. 3 Std. Café soweit nachließ, dass ein Spaziergang am beleuchteten Hafen möglich war. Schööön! (Wär ich ein romantischer Mensch, würd' ich das als romantisch bezeichnen :p )

Nach einer grauenvollen Nacht im Hostel gings am nächsten Morgen in aller Frühe "frisch und munter" ab zum Hafen, in freudigster Erwartung, endlich mal einen Leuchtturm zu sehen! Die Sonne strahlte, die Landschaft war schön, alles war gut... Bis ich im Boot saß und mir nach 10 Minuten mitgeteilt wurde, das Schiff würde den Hafen aufgrund der Windverhältnisse nicht verlassen! Wumm... das saß! (Vor allem, weil alle anderen Schiffe den Hafen sehr wohl verlassen hatten!!!)

Also... erstmal Frühstücken (Frau ist ja flexibel!) und neuen Plan machen. Der Mensch vom Hostel hat mir schlußendlich einen "Spaziergang" am "Playa Larga" empfohlen. Ha! Zum Glück waren mir nicht alle Bedeutungen des Wortes "caminar" klar, weil sonst hätte ich mich drauf eingestellt, dass es sich um eine "Wanderung" handelt. Also so richtig mit bergauf und bergab!
War aber wirklich "muy lindo" (wie man hier sagt!)

Aber nach 4 Stunden Fußmarsch, einer fürchterlichen Nacht und diversen Verständigungsproblemen (peinlich, peinlich! sag ich nur) gings dann weiter nach "El Calafate"...


--> el fin del mundo - unas fotografias


--> und was tut sich in Buenos Aires??