Montag, 30. Juni 2008

Podemos *sing*...

GANAMOS!!!!! *strahl*

Spanien als verdienter Europameister - hat uns gleich noch ein außergewöhnliches Erasmus-Ende beschert!
Nach dem Match gleich auf die Straße, von Autohupen, Flaggen und Menschenmassen umgeben - sollte man ja nicht glauben in Cuenca - gings Richtung Plaza Espana, wo ausgiebig gefeiert wurde. Man glaubt es ja kaum, aber die Stimmung war sogar in Cuenca Wahnsinn!
Habe soeben den schmerzlichen Abschied von Magda, Karolina, Jesús, Tomec, Nacho und Ben hinter mich gebracht. Michal bringt mich morgen noch zum Busbahnhof - gegen sieben Uhr vormittags werde ich meinen - vor allem langen - Weg nach Österreich antreten. Diese mache ich sowohl mit einem weinenden als auch mit einem lachenden Auge...
Hier ein paar Eindrücke von der Europameisterfeier :-)

Samstag, 28. Juni 2008

Vamos a la Playa...

Unverhofft kommt oft und so verbrachte ich die letzten zwei Tage in Calpe am Strand. Nachos Freundin Lucia hat eine Wohnung direkt am Strand.
Nach laaaanger Anreise, mit unglücklichen Zufällen, die uns eine Wartezeit von fünf Stunden in Albacete bescherte - man glaubt es nicht, aber in dieser Stadt gibt es tatsächlich sogut wie nichts sehenswertes. (Außer vielleicht das "Messermuseum", das wirklich einen Besuch wert ist ;-) - vor allem wegen der Klimaanlage) - gings weiter nach Benidorm.
Der Bus nach Calpe war ja ausverkauft. (Ich glaube zum ersten Mal in zehn Jahren oder so.) Jedenfalls lernten wir so auch noch die Busstation von Benidorm kennen - wunderschön! ;-) Wir hätten ja fast dort übernachtet, hätte uns nicht ein Taxler angeboten und für jeweils sieben Euro ins nahegelegene Calpe zu bringen. Uiuiui welch Abenteuer.

Nach knapp elf Stunden Anreise erreichten wir unser Ziel aber schlussendlich erreicht und genossen noch ein nächtliches Bad im fast schon warmen Meer :)

Da ich ja Freitags schon wieder nach Cuenca gefahren bin, blieb mir effektiv ein ganzer Tag am Strand, was für mich jedoch ausreichend war. Mehr als einen Tag "stillliegen" ist ja für mich ohnehin nichts. Ein Spaziergang durch Calpe hat auch nichts umwerfend schönes gezeigt, der Ort lebt also ausschließlich vom Strand, der tatsächlich recht schön ist, das Meer glasklar - superschön zum Schwimmen!

Heute steht dann Wohnungsputz auf der To-Do-Liste - oh mir graut davor!

Sonntag, 22. Juni 2008

Mit riesen Schritten durch Andalusien

In knapp sechs Tagen habe ich nun die wichtigsten Städte Andalusiens gesehen - knapp bemessen die Zeit, jedoch hat es sich voll gelohnt, diese "Stapazen" auf sich zu nehmen. Mir war nicht bewusst, welch schöne Städte Spanien für einen bereit hält!!
Gestartet haben wir (Margarida, Tiago, Ben, Michal und ich) unsere Rundreise am Montag nicht wie geplant um halb zehn, sondern erst gegen elf. Die Unpünktlichkeit der anderen hat uns jedoch diesmal genützt, da wir statt dem urprünglichen Fiat Punto plötzlich einen Skoda Octavia zur Verfügung gestellt bekamen, was das Reisen natürlich viel angenehmer machte.
Nach einem kurzen Stopp in Campo de la Criptana - die anderen wollten auch endlich mal Windmühlen sehen - gings weiter Richtung Granada. Dem ersten Etappenziel.

Die Fahrt dauerte verhältnismässig lange, jedoch genossen wir die spanische Landschaft, die so unglaublich schnell ihr Erscheinungsbild wechselt. Von Cuencas Bergen ausgehend, ist man schnell in einer weiten Ebene, jedoch nur um plötzlich wieder durch fast schon bergiges Gebiet zu fahren.
Da ich ja schon einmal ein paar Tage in Granada genossen habe, übernahm ich die Rolle des Fremdenführers. Auch beim zweiten Mal ist diese Stadt noch großartig, etwas fremdartig und überaus interessant. Ich glaube, ich könnte Tage damit verbringen, durch Granada zu spazieren!

Unser Hostel war leider ein kleiner Missgriff - obwohl Swimmingpool und großer Spaß, mussten wir dann diverses Getier im Zimmer töten, was die Freude etwas trübte. Nach einer schlecht verbrachten Nacht - *angstvorspinnenundschaben* - genoss ich für circa zwei Stunden die Sonne vor der Alhambra, während die anderen diese von Innen bewunderten. Der anschließende Spaziergang durchs Araberviertel war für alle eine angenehme Abwechslung - mit echtem arabischen Tee und einigen "Gelegenheitskäufen" ;-)

Gegen Mittag gings weiter Richtung Málaga - mit Zwischenstopp am Strand von Nerja. Auf der Fahrt dorthin überquerten wir die Ausläufer der Sierra Nevada - hatten tollen Blick auf die verschneiten Gipfel (auch noch vom Strand aus) und gelangten schließlich auf von Oleander gesäumten Straßenbahnen in den malerischen Ort Nerja. Zwar eines der Tourismuszentren an der "Costa del Sol", ist man um diese Jahreszeit noch von Menschenmassen verschont und so verbrachten wir ein paar relaxende Stunden am Strand und im Wasser.

Die Weiterfahrt nach Málaga war angenehm - leider Málaga an sich nicht. Nachdem uns der Taxifahrer nicht einmal mit einer Wegbeschreibung helfen wollte und wir uns anhand schlechter Stadtkarten in der Stadt orientieren mussten - hatte keiner das Bedürfnis, diese Stadt ganz genau kennenzulernen. Da das Hostal unauffindbar blieb, entschieden wir, den Abend mit einem fast schon Mitternachtspicknick quasi zu beschließen. Mit wunderschönem Blick aufs Meer kam uns dann auch die Idee im nahegelegenen Parador um Hilfe zu fragen - die Damen erklärten uns den Weg und so hatten wir doch noch einen Schlafplatz in Málaga gefunden :-)

Am nächsten Tag gings nach einem netten Frühstück Richtung Ronda.
Bevor wir das hübsche Städtchen erreichten, kreuzten wir noch Marbella. Dieser berühmte Strandort ist meines Erachtens nach hässlich und zugekleistert mit Hotelkomplexen - das Hinterland ist jedoch traumhaft. In den Hügeln finden sich kleine weißgetünchte Dörfer oder einzelne Fincas - am Horizont noch Blick aufs Meer...
Ronda erfüllte, was es versprach - sprich, was die Erzählungen versprachen. Dieser pitoreske Ort erinnert aufgrund seiner bergigen Lage etwas an Cuenca - Palmen und mehr Grün verleihen ihm jedoch einen exotischeren Touch. Ich glaube, man könnte stundenlang durch Ronda spazieren und sich von dessen Schönheit berieseln zu lassen. (Vielleicht erwähnenswert, dass das Wetter immer traumhaft sonnig war - fast schon zu heiß.)

Nach dem gemütlichen Spaziergang in Ronda gings kurvig weiter nach Córdoba. Da wir hier sehr spät ankamen, es fast unmöglich war, das vorher gesuchte Hostel in der Altstadt per Auto zu erreichen, parkten wir schließlich irgendwo und machten uns zu Fuß auf die Suche nach einer Unterkunft. Die fanden wir dann auch glücklicherweise fast angrenzend an die Mezquita - zu sehr günstigen Konditionen! (Es ist halt doch besser, ein Zimmer billiger zu vermieten, als gar nicht *g*)

Córdoba ist eine kleine, angenehm ruhige Stadt, wie ich sie kennengelernt habe. Der Spaziergang durch die "Judería" war aufgrund der schlichten Schönheit dieses Viertels beeindruckend und angenehm ruhig. Da die Temperaturen so angenehm waren, dass man auch um ein Uhr nachts noch quasi ärmellos gehen konnte, beschlossen wir, einen "Gastgarten" aufzusuchen. Es machte sich also richtig Urlaubsstimmung breit :-)

Der folgende Tag war leider der letzte unserer gemeinsamen Reise und auch leider der endgültige Abschied von Margarida und Tiago! (Ich hoffe jedoch, es geht sich im nächsten Jahr eine Portugalreise und somit ein Besuch bei ihnen aus!)

Bevor der endgültige Abschied jedoch anstand, besichtigten wir die Mezquita (sehr gut zu wissen, dass die vor zehn Uhr vormittags gratis zu betreten ist) - und das Alcazar. Der Alcazar war weniger beeindruckend - der Blick über die Stadt jedoch recht nett.
Die Mezquita beeindruckte mich schon sehr, kennt man diese Baulichkeiten ja aus jedem Geschichts- und Religionsbuch. Spannend, dies nun in "Echt" zu sehen - diese Mischung aus islamischer und katholischer Architektur.

Nach einem "Wassermelonen-Menu" in der Sonne und einem letzten "Drücken" und Mail-Adressen-Austausch fuhren Margarida, Tiago und Ben mit dem Auto nach Cuenca zurück, während sich Michal und ich auf den Weg nach Sevilla machten.

Sevilla ist ein Traum!! Nach Granada und neben Madrid meine bisher liebste spanische Stadt. Hier mischt sich am besten Moderne mit Geschichte. Die Kathedrale in ihrem immensen Ausmaß und mit dem grandiosen Blick über die Stadt von der Giralda (Glockenturm, jedoch noch von der vormals an diesem Platz bestandenen Moschee) ist den Besuch schon wert. Noch besser gefallen hat mir aber der Alcazar. Anfangs überlegten wir, ob wir diesen überhaupt besichtigen sollten - nun bin ich froh, dies positiv entschieden zu haben, denn auch hier ist wieder dieser für Andalusien wohl typische Mix aus arabischer und spanischer Kultur zu beobachten. Teile des Alcazar erinnern mehr an die Alhambra, denn an einen Palast eines katholischen Herrschers. Der Garten mit seinen vielsten Palmen und Bugainvilleas (welch schwieriges Wort) lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein - auf die wir aufgrund der Hitze jedoch verzichteten.

Weiteres Highlight war die Plaza Espana. In jedem noch so kleinen Ort in Spanien scheint es eine Plaza Espana zu geben - diese hier ist jedoch besonders beeindruckend. Anscheinend für irgendeine internationale Ausstellung 1929 erbaut, steht auf diesem Platz nun ein prunkvolles, wunderschönes Gebäude - eigentlich kann man das gar nicht beschreiben, man muss es gesehen haben!
In Sevilla - wie auch in Granada - hab ich mich ein wenig verliebt. Beide Städte sind so symathisch und freundlich - strahlen soviel angenehmes Ambiente aus, dass ich gerne mehrere Tage dort verbracht hätte. Sevilla liegt zwar kilometerweit vom Meer entfernt, der Guadalquivier ist jedoch so bereit, dass er einem ein wenig das Gefühl von "Meer" vermittelt. (Dh. die Leute baden darin, es gibt eine schöne Uferpromenade etc.)

Um das Hostel in Salamanca zu sparen, haben wir beschlossen, mit dem Bus über Nacht dorthin zu fahren. Ich wollte Salamanca unbedingt noch sehen, da ich soviel positives und lobendes darüber gehört hatte. Tatsächlich ist die Stadt recht hübsch, wenn auch ganz anders als eben Sevilla, Granada oder Ronda. Aufgrund der vielen Kirchen und der bräunlich-gelblichen Steine der Gebäude, fehlt dieser Stadt die von mir so oft beobachtete Farbenfrohheit. Ausserdem hatten wir eine unglückliche Ankunftszeit von vier Uhr in der Früh, sodass wir die Leute dort beim Ausgehen beobachten konnten, selbst uns jedoch mit Rucksäcken und ohne Plan den Weg ins Zentrum suchen mussten, beziehungsweise einen Park finden wollten, wo wir noch ein paar Stündlein schlafen konnten. Normalerweise in Spanien kein Problem - Salamanca hat jedoch keinen Park! So blieb uns nur das Flußufer übrig - dort war es aber besonders kalt, sodass wir um sieben schließlich mit dem Sightseeing begannen und überglücklich um acht ein offenes Café fanden. Mit neuen Kräften erklommen wir schlußendlich noch das Dach der Kathedrale(n), was uns einen wunderschönen Ausblick verschaffte.
Nach einem letzten stärkenden Kaffee auf der Plaza Mayor, die laut Reiseführer eine der schönsten Plätze Spaniens sein soll (meine Meinung ist dies nicht!), traten wir die Heimreise nach Cuenca an.
Somit habe ich in wenigen Tagen mein Bild von Spanien revidiert - Spanien ist nicht uninteressant, wie ich lange dachte, im Gegenteil bietet es superviel Sehenswertes, Interessantes und Beeindruckendes.

Zurück in Cuenca habe ich erfahren, dass ich alle Examen bestanden habe - somit steht mir eine relativ stressfreie letzte Woche in Cuenca bevor - die ich bei aller Vorfreude auf "Daheim" noch in vollen Zügen genießen werde. (Vor allem, da es im Moment ja nicht regnet hier!)

Sonntag, 15. Juni 2008

Austria vs. Polonia - Cuenca im Fußballfieber ;-)

So sehen "Gegner" aus ;-)

Das große Match hab ich mir natürlich mit Michal angeschaut - angenehme Fußballstimmung. Sonst lässt diese aber hier zu wünschen übrig. Von der EM bekommt man sehr wenig mit. Zwar kann man in diversen Bars schauen, aber von großen Bildschirmen kann man hier nur träumen.

Lustig ist allerdings, den Kommentare der spanischen Moderatoren zu lauschen - Sie haben große Probleme mit den verschiedenen Familiennamen der Spieler. (Wer wusste, dass unser Teamkapitän Ivantschik heißt?)

Abgesehn von der mangelnden Fußballstimmung geht's uns hier aber grad sehr gut - die Prüfungen sind absolviert - wir genießen die letzten zwei Wochen Cuenca.
Haben herausgefunden, dass es sich viel besser in Casco Antiguo feiert - in schönem Ambiente, mit Gesprächen. Keine pseudoalternative Musik im verrauchten Noize oder Momo mehr. *juhuu*

und morgen gehts ab nach Andalusien!!!! :-)

(Haben letztens etwas kompliziert, aber zum Schluss doch, ein Auto gemietet - mit dem wir (Margarida, Tiago, Michal, Ben & ich) ab morgen Granada, Malaga, Ronda und Cordoba ansehen. Da Marga, Tiago und Ben dann nach Barcelona fahren, werden Michal und ich ohne Auto weiter nach Sevilla fahren und je nachdem wie's uns gefällt noch Salamanca und Ávila besichtigen...)

Sonntag, 8. Juni 2008

El nacimiento del rio Cuervo

... nach nur vier Stunden Schlaf sind Karolina und ich heut mit ihrer Freundin Agnes und derren Freund Salva in die "Serranía de Cuenca" gefahren - genauer zum Nacimiento del Rio Cuervo.
Der Ausflug in die Natur war super - leider ohne Sonnenschein. Unter lauter sechzigjährigen oder jungen Familien wanderten wir geruhsam durch den Wald, am Bächlein entlang, bis zum Ursprung. Die kurze Wanderung war erholsam, die frische Luft äußerst angenehm, waren wir doch vom Vorabendprogramm etwas mitgenommen. ;-)
Leider war das Wetter echt unglücklich - sprich der Regen hat uns doch noch erwischt.
Ich muss mich auch für die Fotos entschuldigen, das Licht war furchtbar, hat alle Farben geklaut!! (So ein gemeines Wetter hier in Cuenca!)
Gestern Nacht waren wir nämlich - nach dem Portugal-Spiel - noch in Casco Antiguo und haben in wunderschönem Ambiente Wein getrunken und uns unterhalten. Später sind wir zwar doch in "la Calle" gelandet, haben aber mal ein anderes Lokal ausporbiert, wo's irre lustig war.
Casco Antiguo bei Nacht ist ja wunderschön - Tiago hat uns dann noch folgenden Blick gezeigt:


Freitag, 6. Juni 2008

Examen I

... das erste Examen ist bestanden. Über die Note ist sie sich aber noch nicht ganz sicher - jedenfalls relativ gut.

Nach der Prüfung hat mir der Arbeitsrechtprofessor noch ein Bild gegeben - das ich euch nicht vorenthalten will ;-)

Das Gruppenbild von unserer Exkursion zum Tribunal Supremo.

(Die Dame in Braun in der ersten Reihe ist meine Zivilrecht-Professorin)

Dienstag, 3. Juni 2008

Besuch aus der Heimat

... mehr oder weniger spontan traf Besuch aus der Heimat hier in Cuenca ein. Sabine Sickinger - gerade auf Interrail-Tour durch Spanien und Frankreich, stoppte auf dem Weg von Valencia nach Madrid, um zwei geruhsame Tage in Cuenca zu verbringen.

Während in Österreich die Sonne vom Himmel brennt, freu ich mich hier ja, scheint sie einmal am Tag - beziehungsweise ist die Freude schon groß, regnet es einmal nicht. Doch wir hatten quasi Glück und unsere Tour durch die Altstadt war vom Regen nur "umrahmt"...

Da ja am Sonntag ein concensischer Feiertag war, entdeckten wir etwas ganz spezielles:
"Cuenconian Kirtag" - lääächerlich, wenn man aus Adlwang kommt! ;-) Effektiv bestand der "Kirtag" aus zwei Ständen *hihi*


Jetzt hat mich jedoch der Ernst des Lebens wieder - in einer Woche sind Examen - ich hoffe, das Wetter wird besser, und ich kann im Park lernen :-)

Donnerstag, 29. Mai 2008

Aranjuez und "Erfahrungswerte"

Weil mittwochs der Eintritt für EU-Bürger frei ist, beschlossen wir an Birgits letztem Mittwoch noch einen Ausflug nach Aranjuez zu machen.
Aranjuez liegt circa vierzig Minuten von Madrid entfernt und beherbergt die Sommerresidenz der spanischen Könige. Das heißt heute wohl nicht mehr.

Bei strahlendem Sonnenschein und der Hoffnung auf gutes Wetter verließ ich Cuenca - wieder mit dem Zug, der diesmal zum Glück weniger wackelte - richtung Aranjuez. Wenige Minuten nach mir traf auch Birgit ein und wir machten uns auf die Suche nach dem Palast. Erwähnenswert vielleicht, dass schon wieder dunkle Wolken am Himmel zu sehen waren.


Der Palast - so groß er ist - ist nicht zu verfehlen, aufgrund diverser Renovierungsarbeiten und des dunkelgrauen Himmels sind die Fotos jedoch unspektakulär.
Der Spaziergang durch die Punkzimmer versetzt einen in eine andere Zeit - neben in farbenfroh ausgestatteten Schlaf-und Wohnräumen im Barockstil bekommt man auch einiges an Hausrat aus dem achtzehnten Jahrhundert zu Gesicht. (Kinderspielzeug, Uniformen, Ballrobem, Fächer etc.)
Hier sind auch die Brautkleider von Königin Sophia, Prinzessin Laetizia und den Infantinen Elena und Christina augestellt. (Nett anzusehen)

Überrascht mussten wir feststellen, dass wir trotz geruhsamem Gang durch das Schloss lediglich eine halbe Stunde benötigt hatten. Aber Aranjuez bietet ja mehr - zum Beispiel schöne Gärten und das Museo Taurino.
Wegen des nun doch eingesetzten Regens verkürzten wir den Rundgang im Parkt und machten uns auf die Suche nach dem Tourist Office. Trotz der schlechten Beschilderung endlich gefunden, die schlechte Nachricht, dass das Museum geschlossen hat. Die Überlegung das Schloss ein zweites Mal zu besichtigen wurde schließlich doch verworfen und gegen eine Fahrt durch Aranjuez mit dem "Chiquitrén" ersetzt.

Dieser lustige Bummelzug fährt Touristen aus aller Welt quer durch Aranjuez spazieren, großteils durch den Parque del Principe, der den Beschreibungen der Reiseführer entspricht und tatsächlich sehr schön ist. Leider hatten wir das "Glück" diese Fahrt gemeinsam mit einer Gruppe von "spanischen Frauen über fünfzig" zu machen. Die vor lauter Aufregung ob dieser Reise (meine Unterstellung) herumkreischten, -schrien, -sangen... Fast schlimmer als die Schulklassen, die sich rund um den Palast versammelt hatten.
Da sich jedoch die Sonne zum Teil wieder blicken ließ, nahmen wir dies mit Humor ;-)

Schlussendlich holten wir uns doch noch eine zweite Eintrittskarte - war ja gratis ;-) Nein, wir wollten uns das ganze Schloss nicht nochmal ansehen - die Toiletten dort waren jedoch die saubersten verfügbaren *gg*

Nach der gemütlichen Rundfahrt hetzten wir durch Madrid, um noch rechtzeitig zum etwas zweifelhaften Höhepunkt des Abends zu kommen. Am Programm stand:

Eine "Corrida de Toros", sprich ein Stierkampf.

Die Madrider "Plaza de Toros de las Ventas" ist die bedeutendste in Spanien, und aufgrund der zur Zeit stattfindenden Festlichkeiten zu "San Isidro" werden einige Corridas veranstaltet.

Mit gemischten Gefühlen fuhren wir schon zur Plaza. Das Gebäude - ich hatte es vorher noch nie gesehen - ist tatsächlich ein sehr schönes, eindrucksvolles. Das erste Erstaunen löste schon die Menschenmenge aus, die sich dieses grausame Spektakel ansah. Die Plaza war gesteckt voll und es herrschte eine Atmosphäre wie im Fußballstadion. (Nur dass drei viertel der Zuseher Männer über fünfundfünfzig waren ;-) )

Ich muss sagen, ich habe zwar einiges an Fotos gemacht, jedoch nicht immer richtig zugesehen, was in der Arena passiert. Die ganze Corrida fängt ja eher harmlos an, indem die Matadore den Stier mit großen Tüchern reizen und in der Arena herumjagen. Ich habe gelesen, dass dies dazu dient, dem Matador das "lesen" des Stiers zu ermöglichen, das heißt sein Fluchtverhalten zu studieren. Dann fängt die Grausamkeit an. Die sogenannten Picadores kommen auf Pferden in die Arena und stechen dem Stier mit Lanzen in den Rücken. Die Pferde sind zwar mit Polsterungen geschützt, jedoch haben wir auch gesehen, dass der Stier das Pferd quasi auf die Hörner genommen hat.

Im weiteren Teil kommen die sogenannten Banderilleros in die Arena, die dem Stier drei Paare von bunten Spießen in den Rücken stecken. Zu sehen, mit wieviel Angst die da am Stier vorbeilaufen, wirft die Frage auf, WARUM die das überhaupt tun. Was einen Mann dazu verleitet, Stierkämpfer zu werden!!
Im dritten und letzten Teil tritt dann der Matador auf den Plan. Der eigentlich nach beweis seines "Mutes" - ich würde behaupten Dummheit - den Stier mit einem Degenstoß in dessen Herzen töten soll. Die Männer um uns herum haben das alles mit "Kennermiene" beurteilt - wir fanden dieses Spektakel eher grausam. Vor allem, da der schlußendlich tötende Schnitt mit einem kleinen Messer gemacht wird, wenn der Stier schon am Boden liegt. Wirkt noch grausamer, so als würden sie den Stier, der eh schon fast tot ist noch weiter quälen.

Alles in Allem war es ein eher zweifelhaftes Vergnügen, auf das Birgit und ich nach dem dritten Stier (von sechs) verzichteten. Wir haben es gesehen und unter "Meinungsbildung und Erfahrung" verbucht.
Was soll man großartig darüber sagen? Es ist ein unnötiges Schauspiel, eine unnötige Ausprägung des "Machista-Gedankengutes", das in Spanien doch recht ausgeprägt ist.

--> Fotos von der Corrida

Montag, 19. Mai 2008

Wochenende mit unerwartetem Programm :-)

Unerwartet bin ich dieses Wochenende zu "Sightseeing" gekommen, habe ich doch endlich mein ELSA-application-form abgeschickt (ELAS= european law student association und sie bieten einen Praktika-Vermittlungs-Service). Birgit, die dafür Zuständige, ist gerade auch noch in Spanien und wollte lustigerweise am Samstag ohnehin nach Cuenca kommen. Also hab ich mich spontan als Führer angeboten und wir haben einen netten Tag in Cuenca verbracht. (Hab sogar noch etwas mir unbekanntes entdeckt!)

Birgit und ihre italienische Freundin hatten geplant, gestern (Sonntag) nach San Lorenzo de El Escorial und El Valle de los Caídos zu fahren und mich eingeladen, sie zu begleiten.

Also bin ich um sechs in der Früh aufgestanden, zum Zug gelaufen, hab einige Stunden im irrsinnig wackeligen Zug verbracht und bin noch rechtzeitig in Madrid zum Bus gekommen, der uns zum circa eine Stunde entfernte El Escorial brachte.

Zum Glück schien da (noch) die Sonne, sodass wir die wunderschöne Landschaft bewundern konnten, die wir passieren mussten, um den berühmten Kloster-Palast-Komplex, den Philipp II. im 16. Jahrhundert in Auftrag gegeben wurde. Dieses riesige Gebäude, das nach dem Vatikanpalast der größte sein soll, ist ja recht beeindruckend. Leider haben wir - auf die Größe bezogen - sehr wenig gesehen. Auch die Königsgruft wurde uns verwehrt, da wir keine Führung hatten (Dafür gratis Eintritt, weil gestern "Tag des Museums" war :-) ).

Schneller als gedacht hatten wir die Besichtigung beendet und noch einige Zeit, bis der Bus zum Valle losfuhr. Also haben wir uns erstmal vor dem einsetzenden Regen in ein Restaurant geflüchtet.

Das Valle de los Caídos haben wir leider nur bei strömendem Regen und grauesten Wolken gesehen, sodass wir uns die Fahrt zu 25m hohen Kreuz gespart haben. Anscheinend soll die Sicht von dort traumhaft sein, außer Wolkensuppe hätte man gestern aber nichts gesehen.
Die in den Felsen gebaute Basilika - in der sich Francos Grab befindet - war jedoch recht beeindruckend. Sie ist ja mitunter die längste Kirche der Welt. (Wie uns erzählt wurde, wurde ein Gitter als Raumtrenner eingebaut, da der Vatikan nicht davon begeistert war, nicht die größte Kirche zu haben!)

Es war aber trotz Regen interessant dieses Monument zu sehen, das ja einige Kontroversen in sich birgt. Wurde es von Franco als Gedenkstätte für die im Bürgerkrieg umbekommenen in Auftrag gegeben - errichteten es Kriegsgefangene, wovon viele beim Bau ums Leben kamen. Man betritt den riesigen, nüchternen Bau doch mit gemischten Gefühlen. (Ich zumindest)

Nichts desto Trotz fand ich es interessant, dies gesehen zu haben - die Basilika im Inneren ist ja wirklich schön und vor allem riesig.

Hier einige Fotos!.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Gappmaier-Ladies-Trip :-)

Inzwischen gewohnt daran, meine Familie nicht rund um die Uhr zu sehen, war es doch wieder mal schön, zumindest einen Teil davon bei mir zu haben.

Als Auftakt unserer "Spanien-Tour" verbrachten wir einige Tage in Madrid. Nachdem ich diese wundervolle Stadt mit Peter schon genauest erkundigt hatte, konnte ich Mama und Inge gut zu den schönsten Plätzen führen und auch - was mich selbst etwas überraschte - mit einigem Wissen über die Stadt und die Sehenswürdigkeiten aufwarten.
Entgegen der wirklich miesen Wettervorhersage regnete es die ersten Tage zum Glück nicht, sodass uns sogar eine "Verschnaufpause" im Sonnenschein im "Parque del Buen Retiro" möglich war :-)

Den Palacio Real habe ich mir diesesmal gespart, Mama und Inge waren jedoch - wie ich vor 1,5 Wochen - begeistert davon. Während sich die zwei im Palast mit Spanischer Geschichte und Gegenwart auseinandersetzten, verbrachte ich meine Zeit Buskarten nach Cuenca und Musicalkarten für "La Bella y la Bestia" organisiserend.

Nach einem angenehmen Nachmittag im Retiro und einem guten Abendessen, brachten wir Mama ins Hostal und machten uns dann, zu Inges besonderer Freude, auf den Weg zu "La Bella y la Bestia". Sie hatte das Musical ja vorher noch nie gesehen.
Gewohnt an die historischen Bauten der Wiener Theater, war ich von diesem Neubau eher weniger begeistert, erinnerte er doch an ein Kino. Auch das Publikum weckte in mir den Eindruck, Kinopublikum zu sein - lediglich das Popcorn fehlte.

Die Show war nett - das Bühnenbild voll Technik und bunt. Bella sang als einzige wirklich gut und auch das Schauspiel der Darsteller ließ zu wünschen übrig. Wie Inge treffend sagte: mit dem Biest hatte man eher Mitleid, als Furcht vor ihm...
Pero bueno: Es war eine Erfahrung und die Musik ist ja schön ;-)

Samstag erfüllte sich leider der Wetterbericht und im strömenden Regen, bewaffnet mit Regenschirmen und -jacken gings erst zur Antigua Estación de Atocha - ein altes Bahnhofsgebäude, das zum Teil als Palmenhaus genutzt wird. So genossen wir quasi ein Frühstück im Urwald :-)

Zurück im Regen schien ein Museumsbesuch die beste Idee. Meine charmanten Reisebegleiterinnen musste auf den Genuss "Prado" verzichten - zwei mal in 2 Wochen: Nein Danke!
Da Madrid aber über drei zu den weltbesten Kunstsammlungen zählenden Museen verfügt, entschieden wir uns für die "Colleción Thyssen-Bornemisza". Als bekennender "Nicht-Kunstfan" kann ich sagen, es war nett - vor allem trocken - aber so richtig spektakuläres konnten wir nicht finden. Aber jedenfalls wurden wir trocken, die Zeit verging und wir näherten uns der Abfahrtszeit nach Cuenca.

Ankunft in Cuenca bei - Gott sei Dank - weniger Regen. Nachdem die Schlafstättenfrage gelöst war zauberte uns Esther eine spanische "Tortilla de Patatas". Sehr sehr lecker - und vor allem überaus nett von ihr :-) Die Kommunikation mit Inge und Mama funktionierte auch einigermaßen gut, im Notfall sprang ich als Dolmetscher ein ;-)

Muttertag in Cuenca:

Nach einer kurzen Nacht - musste Inge ja das "Cuenconian Nightlife" zeigen, das an diesem Samstag zugegebenermaßen wirklich nicht berauschen war - wurden wir von Mama in gewohnter Manier geweckt und nach einem guten Frühstück gings los zu "casco antiguo". Die zwei wollten natürlich endlich die berühmten "casas colgadas" mit eigenen Augen bewundern. Zum Glück spielte das Wetter mit - es war teilweise sogar Sonne und blauer Himmel zu sehen.
Cuenca zeigte sich also (fast) im besten Licht!

Aber es ist halt klein und so war die Besichtigung (sie haben alles! gesehen) am frühen Nachmittag abgeschlossen. Also zauberte ich für Mama ein tolles Muttertagsessen, als Nachspeise hatten wir einen lecker spanischen Apfelkuchen gekauft.
Da das Wetter zu schön war, um den restlichen Nachmittag in der - geputzten!!! - Wohnung zu verbringen, machte ich den Vorschlag, zu "Jesús" zu wandern. (Man bringt ja Opfer für die liebe Familie ;-) )
Der Ausblick hat die beiden - mich natürlich auch - begeistert. Der Blick auf Cuenca, der sich von hier oben bietet, ist wirklich toll. Vor allem im Sonnenschein.
Abschluss des Muttertags bildete der Besuch einer kleinen, urigen Tapasbar.

Nachdem der Bus nach Toledo - Mamas Reisehöhepunkt - am Montag schon um halb sieben abfuhr, gingen wir recht bald schlafen. Das heißt, Mama und Inge, ich telefonierte - nach vier Tagen - endlich mal wieder mit Peter, was doch länger dauerte. War also dementsprechend unausgeschlafen am nächsten Tag.

Zum Glück war das Hostal nicht weit von der Autobusstation entfernt - die Tasche, die ich den beiden mitgab, war schwerst! ;-) Aber die "Schleppstrapazen" waren ob der Schönheit Toledos schnell vergessen und Mama und Inge hellauf begeistert. Wir sind kreuz und quer durch die Stadt gelaufen... Nach einem kurzen Schläfchen auf der Parkbank hob sich auch meine Laune wieder deutlich, sodass der letzte gemeinsame Nachmittag/Abend auch noch sehr harmonisch verlief :-)

Nachdem ich die besuchten Städte schon kannte, kann ich jetzt eigentlich nichts Neues darüber berichten - hat mir alles auch beim zweiten Mal sehr gut gefallen. Toll war es, das mit Familie zu sehen, auch ihre Begeisterung und Freude zu erleben.

War toll! :-)

Samstag, 3. Mai 2008

Cuenconian Region ;-)

Peters letzten Tag bei mir hier in Spanien verbrachten wir gemütlich in der Umgebung von Cuenca.
Von meinen Mitbewohnerinnen wärmstens empfohlen, nützten wir die Gelegenheit, ein Transportmittel zur Verfügung zu haben, und fuhren zur circa dreißig Kilometer entfernten
"Ciudad Encantada". Diese verzauberte "Stadt" besteht aus verwitterten Steinformationen und ist tatsächlich ein netter Anblick. Nicht soooo beeindruckend, aber ein gutes Kontrastprogramm zu den vorangehenden Städtebesichtigungen. :-)

Lustigerweise trafen wir am Eingang auf Giovanna und Michal. Gemeinsam mit ihnen spazierten wir dann durch die Steinlandschaft und vor allem dank Michals komischem Talent wurde es ein überaus lustiger Ausflug.

Damit Peter Cuenca nicht verlassen musste, ohne Cuenca gesehen zu haben, verbrachten wir den Abend spazierend im beleuchteten
"Casco Antiguo" (Altstadt).
Jaja... Cuenca ist ja hübsch ;-)

Valencia - oder: Das Wandern ist des Müllers Lust...

Nach einem übernachtungstechnischen Zwischenstopp in Cuenca und dem "Party-Vorbereitungs-Einkauf" ging es Mittwoch mittags mit unserem sportlich-roten Flitzer richtung Valencia

Man hört ja viel über diese Stadt, aber eigentlich nicht, was sie "touristisch" zu bieten hat, daher der Plan: Stadtplan besorgen und drauflosmarschieren!

Ganz anders als das übersichtliche Madrid besteht Valencias Altstadt aus einem Gewirr von engen Gässchen, die ab und an zu einem kleinen, verschlafenen Plätzchen führen. Man erkennt daher auf den ersten Blick, dass Valencia lange vor Madrid erbaut wurde. Ein Vergleich ist also schwierig, stehen sich Valencias mittelalterlicher Charme und Madrids eher barocker, royaler Flair gegenüber.

Beiden Städten ist jedoch die Bestrebung nach Moderne gemein. Während Barcelona momentan Inbegriff des "modernen, urbanen Lebens" ist, arbeiten Madrid und Valencia noch daran, nicht als "historische Städte" gekannt zu werden. (So zumindest mein Eindruck, nachdem ich nun alle drei gesehen habe.)

Nach also zwei Stunden Autofahrt und einer dreiviertelstunde Parkplatzsuche (*grml* wir hatten zwar ein Navi, das kannte jedoch alle Einbahnen Valencias nicht, sodass wir viiiiel im Kreis gefahren sind!) die freudige Überraschung des wirklich tollen Hostals! (Gut organisiert, Irene! ;-) ) Und unser Eroberungszug wurde fortgesetzt ;-)

Ein Besichtigungs-Muss in Valencia: La Ciudad de las Artes y las Ciencias (Kennt jeder von Fotos!)
Wir hätten sogar Gelegenheit gehabt, ein Konzert des Synphonieorchesters unter der Leitung von Lorin Maazel anzuhören - es waren jedoch alle sooo schön gekleidet, dass wir uns mit unseren Jeans fehl am Platz vorkamen. Stattdessen haben wir lieber Fotos gemacht! *hihi*

Da Valencia ja (angeblich) am Meer liegt, entschieden wir uns, Fisch zu essen und zum Hafen zu spazieren. Großer Fehler!!!

Der Hafen von Valencia liegt weitest entfernt von der Altstadt, ein Fußmarsch in eine Richtung ist schon nicht sehr lustig, wieder zurück eine Qual! Nachdem wir schließlich auch fast kein passendes Restaurant fanden, drohte die Laune kurzzeitig zu kippen :-( Schlußendlich war das Essen aber lecker (wenn auch teuer). Die Idee, für den Rückweg die Metro zu nehmen war gut, jedoch nicht durchführbar, weil nichts beschrieben, nichts gefahren... - also zu Fuß!

Der Fußweg bescherte uns die Gelegenheit, die Ciudad del las Artes y las Ciencias noch nächtlich beleuchtet zu fotografieren, ein kleiner Trost hinsichtlich der schmerzenden Beine!

Meinen Geburtstag habe ich dann mit strahlendem Sonnenschein und meinem Liebling in Valencia verbracht. Gemütlich schlendernd und die Sonne auf der "Plaza Ayuntamiento" genießend, bevor wir die Stadt der grauslichen Fußmärsche wieder richtung Cuenca verließen, wo noch einiges an Arbeit auf uns wartete, hatte ich doch zu einer kleinen "Party" geladen :-)

Die Gäste um 23.00 erwartet, trafen sie um 24.00 ein - wir hätten uns den leichten Stress vorher sparen können, aber man weiß ja nie! Das quasi "Palatschinkenbuffett" haben wir im perfekten Teamwork kreiert ;-) (Ich hatte die Idee, Peter hat sie großartig ausgeführt!)

Knaller des Abends waren wohl die Geschenke, die mir die "Erasmustruppe" überreichte! :-)
Sie wissen, dass ich Schuhe liebe - auch, dass ich Pink nicht unbedingt mag... was sie nicht wussten: "rosa-glitzer" ist gaaaanz etwas anderes und so trafen sie quasi unwissend den Nagel auf den Kopf :-D
(Ihre Begründung war, auch ich bräuchte ein Kleidungsstück im "Cuenconian Style"!)

Dass Karolina auch noch das Toilettpapier vom "Toilett-Man" mit mir teilte, fand ich fast rührend! Besitze ich doch nun ein tolles Andenken, beziehungsweise hat sie ein "Papel de la Suerte" (Glückspapier) daraus gemacht! *grins*

Konsequenterweise habe ich meine neuen Schuhe - womöglich die Schönsten der Welt, jedenfalls aber von Cuenca!! - auch beim anschließenden "Ausgehen" angehabt. Damit hatten sie nicht gerechnet ;-) Leider sind sie mir etwas zu klein, ich befürchte also, ich kann sie nicht sooo oft tragen! *oooh*

Madrid - Eroberung der Hauptstadt

Nach zweieinhalb Stunden Busfahrt nach Madrid, die überraschend schnell vergingen, einer weiteren Stunde in der Metro und glücklicher Ankunft Peters, stand der Eroberung Madrids quasi nichts mehr im Wege. Das Hostal war schnell gefunden - die kluge Irene hat die Wartezeit am Flughafen ja genützt und sich einen Stadtplan besorgt - und die Erkundungstour konnte beginnen.
Was eigentlich ein gemütlicher Spaziergang mit "Nahrungssuche" hätte werden sollen, wurde fast zum Gewaltmarsch. Ohne einen Blick auf die Karte zu werfen, haben wir uns etwas verlaufen. (Diese Tour sollte jedoch im weiteren Verlauf der Reise übertroffen werden.)


Also nicht gemütlich, dafür sehr eindrucksvoll und (wir) sportlich beschlossen wir den ersten Abend in Madrid.

Jeden Sonntag findet in Madrid Europas größter Flohmarkt statt, den ich mir natürlich nicht entgehen lassen konnte. Der Markt zieht sich fast über ein halbes Stadtviertel und es tummeln sich tausende Menschen in den engen Gässchen. Zu finden ist von "modern-alternativ" über Kunsthandwerk bis schlussendlich richtiger "Trödel und Antiquitäten" alles.

Nach dem doch anstrengenden Marktbesuch und aufgrund der Hitze wurde weiteres Sightseeing verschoben und stattdessen durch den "Parque del Buen Retiro" gebummelt. Dieser riesige Park im Herzen Madrids ist nicht nur bei den Touristen beliebt, ungestörtes Schlendern und Relaxen auf Parkbänken ist aufgrund seiner Größe jedoch leicht möglich. Der sogenannte "See" hat uns jedoch enttäuscht - sieht er auf dem Plan riesig aus - ist er doch in Wirklichkeit nur ein rechteckiger Teich, auf dem die "richtigen Touristen" sich Ruderboote mieten können.

Gegen abend setzten wir die Erkundungstour fort, natürlich in Verbindung mit "Futtersuche". (Nein, diesmal haben wir uns nicht verlaufen!!)
Einen tollen Ausklang fand der Abend auf einem von Madrids tollen Plätzen mit Sangria und Sternenhimmel ;-)

Madrid weist zwar nicht soviele "deklarierte Sehenswürdigkeiten" auf, wie zum Beispiel Barcelona, besticht jedoch durch ihr Ambiente und Flair. Man spaziert durch kleine Gässchen und schöne Boulevards, kommt an verschiedensten Plätzen und superschönen Bauwerken vorbei. Obwohl Hauptstadt, wirkt Madrid nicht hektisch und touristisch. Man hört sogut wie kein Deutsch auf den Straßen, lediglich Spanisch und Italienisch. Auch auffallend, wie "grün" Madrid ist. Die vielen Parks und bepflanzten Plätze sind - so empfinde ich - ein großes Plus

Hauptattraktion ist natürlich der Palacio Real - klar, wir befinden uns ja in einer Monarchie. Die Führung (mit Audioguide) war interessant, zum Teil jedoch sehr sehr sehr detailliert. Die Räumlichkeiten sehr schön, der Palacio wird ja von der Königsfamilie nur mehr zu repräsentativen Anlässen verwendet, trotzdem ist es etwas eigenartig, sich vorzustellen, dass die Räumlichkeiten heute noch dafür verwendet werden, wofür sie gebaut wurden.
(Schönbrunn zB ist halt einfach ein "Museum")

Nach einem lustigen Erlebnis in einer Eisdiele - ich wollte nur die Namen der Eissorten lesen, da ließ uns der Verkäufer gleich fünf Sorten kosten :-) - hielt der Abend noch ein weiteres Highlight für uns bereit: Beim obligaten "Besuch" der Chinos (Lebensmittelhändler, vermutlich Chinesen, die ständig geöffnet haben) entdeckten wir "Guarana". Bescherte uns eingefleischten "Brasilien-Fans" natürlich Begeisterungsausbrüche, da man dieses Getränk (eventuell vergleichbar mit "Almdudler") eigentlich nur in Brasilien bekommt. Mit der Dose veranstalteten wir dann gleich noch ein Fotoshooting ;-)

Nachdem sich in der Stadt drei der weltweit bedeutendsten Kunstsammlungen befinden (Museo del Prado, Museo Thyssen-Bornemsza und Centro de Arte Reina Sofía), mussten wir natürlich das "bekannteste" - Museo del Prado - besuchen und so verbrachten wir den Dienstag zwischen Velázquez, Rubens, Rembrandt, Goya und Dürer (hier: Durero!!!).

Unser letzter Tag in Madrid, also holten wir das Leihauto vom Flughafen ab und brachen in Richtung Cuenca auf.

Einen kleinen Zwischenstopp legten wir in "Campo de la Criptana" ein, da ich endlich mal Windmühlen sehen wollte und dort stehen sie gleich "zu Hauf" :-) Ich glaube, Peter war noch begeisterter davon, er hat glaub ich tausende Fotos gemacht ;-)

Samstag, 26. April 2008

The long way to Jesús

Jesús ist nicht nur ein hier weit verbreiteter Name, er ist auch als Statue "Schützer" von Cuenca und steht auf einem Hügel unmittelbar neben der Altstadt. Unter Erasmusen ist es natürlich Pflicht einmal bei Jesús (sprich: Chesús) gewesen zu sein.
Dass Michals Bruder und dessen Freundin gerade zu Besuch sind war Anlass genug, den beschwerlichen Weg zu Jesús auf uns zu nehmen - ausgestattet mit Picknick-Equipment. Natürlich in der größten Hitze :-)

Aber für ein Picknick mit Jesús nimmt man ja einige Strapazen auf sich ;-)

=>
Hier ein paar Fotos!

Personen auf den Fotos:
Michal (Polen), Kamil (Polen), Ivanna (Polen), Karolina (Polen), Magda (Polen), Alex (UK), Giovanna (Mexiko)

Die Letzten Fotos zeigen das 2. Highlight des Tages: Karolina hat ihren womöglich zukünftigen Ehemann getroffen, der gleichzeitig Kamil's "Toilett Friend" ist. (Er hatte grandios-lustige Erlebnisse in der öffentlichen Toilette von Cuenca, sodass der Toilettman gleich zur Kultfigur hochstilisiert wurde und nun zu den "must-see"'s von Cuenca gehört... wir haben ihn natürlich gleich besichtigt!) Der "Schleier", den sie trägt ist nicht nur einfach ein Toilettpapier - nein! Der ideelle Wert ist ungleich höher... :D

Freitag, 25. April 2008

Fiesta, Fiesta ... :-)

Nachdem ich nun laaaange Zeit wirklich nichts berichtenswertes erlebte, waren die letzten zwie Woche dafür umso erlebnisreicher.

Nachdem ich letzte Woche, nach der Prüfungsbesprechung mit meiner Prof. auf einen Kaffee war, habe ich endlich mit dem Schreiben der DA begonnen - viel ist noch nicht vorangegangen, aber ein Anfang ist gemacht :) und die Laune wieder besser.

Diesen Mittwoch bin ich nach Madrid gefahren, auf Exkursion. Natürlich nicht ich allein - war von der Uni organisiert (und bezahlt! :-) )
Ziel der Exkursion war der "Consejo General del Poder Judicial" - interessantes Gebilde, existiert dies nämlich in Österreich nicht.
(Für meine Juristen-Freunde: Der Consejo General ist die "Oberaufsichtsbehörde über die GH" - was bei uns ja das BMJ macht. Außerdem ist der CG für die Vw und Administration der GH verantwortlich, für Disziplinarverfahren etc. - sehr interessant, wie strikt hier die Trennung von Legislative und Judikative ist!)
Nach einem überaus interessanten und gut verständlichen Vortrag im CG, gingen wir nach gegenüber, zum "Tribunal Supremo". Leider konnten wir keine Verhandlung des "Obersten" belauschen, aber das Gebäude an sich war schon sehr sehr beeindruckend. Ursprünglich ein Palast, der später in einen Konvent umfunktioniert wurde und seit ca. 150 Jahren Sitz des TS.

Die Exkursion war toll, weil ich so ohne viel lernen die Grundstrukturen des spanischen Justizwesens vermittelt bekam, weil auch die Führerin am TS so interessant und - für mich wichtig - leicht verständlich erklärt hat.

Nach den Vorträgen und Führungen blieb uns noch etwas Freizeit, die wir mit Essen, kleinem Spaziergang durch Madrid und Kaffee verbrachten. Ich hatte mich ja schon auf einsame Wartestunden bis zur Abfahrt eingestellt, aber zum Glück - oder zT auch zum Leidwesen, wie mann's nimmt - ist der Mexikaner Christian mitgefahren, der ein paar Leute kannte, denen wir uns angeschlossen haben. Ich glaube, ich hab schon mal von ihm berichtet. Anfangs waren wir gemeinsam im Strafrechtskurs, den ich "abgegeben" habe. Er ist nett, nur sehr sehr anstrengend, weil er erstens so undeutlich spricht, sich irre gut vorkommt, aber in Wirklichkeit voll unsicher ist und er immer über's Geld redet...
Egal - im Endeffekt war der Ausflug nach Madrid supertoll - va die Stadt, das was ich davon gesehen habe, ist irre schön! Kanns kaum erwarten, morgen nach Madrid zu "düsen" und mich mit Peter auf "Erkundungstour" zu begeben.

Abgesehen von fachlichen Exkursionen war diese Woche geprägt von Party! Nachdem ich nun meine "Ich will nicht fortgehn, interessiert mich nicht!"-Laune überwunden habe, gefällt es mir, dass die "Erasmus-Clique" hier soviel miteinander unternimmt! Sind echt tolle Leute!

So waren wir am Dienstag zB "Fußballschauen" - die Ori-Mannschaft (dh "internationales Büro + Erasmusen) haben gegen irgendwelche anderen ein Match ausgetragen und leider verloren. Lustig war's trotzdem.

Mittwoch abend hatten wir dann eine kleine Party bei Michal, weil sein Bruder und dessen Freundin gerade zu Besuch sind, war sehr sehr nett. In der Disko anschließend hab ich meinen "heißgeliebten" Spanisch-Kurs-?!keineahnungwas getroffen. Er ist inkompetent hoch drei und wir führen immer recht nette "Diskussionen"! (Ich kann es einfach nicht leiden, dass er eh nichts erklären kann, sich aber so gut vorkommt und uns für dumm hält, nur weil wir nicht Spanisch können - so gut.) Mit meiner Anwesenheit in einer Bar dürfte ich ihn sehr überrascht haben, woraufhin wir ein kurzes, eigenartiges Gespräch hatten - ich mein, was geht es ihn an, ob ich hier schon mal betrunken war oder nicht???!!
Egal...

Hauptevent war jedoch sicher gestern die "Fiesta del Campus" - dh keine Uni, aber Party am Campus mit einigen Bands, vermutlich "Schulbands", wobei einige recht nett waren. War ein supernetter Nachmittag im strahlenden Sonnenschein mit gefühlten 30° - und Sonnenbrand als Sahnehäubchen obendrein ;-) War klar!

Aber wenigstens ist der Sommer endlich hier angekommen :-)

Klingen nicht so spannend, meine Erlebnisse, ich weiß, will damit ja nur verdeutlichen, dass es mir recht gut geht und ich meine "Heimweh-Phase" anscheinend überwunden habe ;-)

Und nachdem mich ja morgen *juhuuuu* Peter wieder besuchen kommt und wir einiges an "Reisezielen" vor uns haben, gibts dann sicher wieder massenweise Fotos und Berichte :-)

Donnerstag, 27. März 2008

Barcelona

Fünf Tage Barcelona liegen nun hinter mir - wunderschöne Tage - aber wo anfangen mit erzählen?

Viernes Santo

Nach eigenverschuldeten vier Stunden Schlaf stieg ich um 7.30 in den Bus nach Madrid, trotz der frühen Stunden gut gelaunt und voller Vorfreude! "Nur mehr ein paar Stunden :-)"
Auf dem Weg zum Busbahnhof vernahm ich noch die (letzten?) Klänge von "las turbas" - ich glaube, die Polizei hat an diesem Morgen ein tolles "Geschäft" gemacht ;-)
Die Verbindung vom Busbahnhof zum Flughafen in Madrid ist echt gut - mehr oder weniger "ratzfatz" war ich dort... um weitere 3 Stunden auf meinen Flug zu warten.
Eine Stunde im Flieger und weiter ging's mit meiner "Schatzsuche" *wortwitz ;-)*

Vom Flughafen Barcelona also quer durch die Stadt zur "Estación de Autobuses del Norte" und weiter zum Flughafen Girona (wieder eine Stunde im Bus). Witzigerweise können Flugzeuge 30 Minuten zu früh ankommen, sodass ich - quasi perfektes timing - überhaupt nicht mehr warten musste, um endlich wieder bei "meinem Peter" zu sein :-)

Vom Hostel (Sauberkeit und Lage) überaus positiv überrascht und nach kurzer "Gepäcksdurchsicht" (endlich hab ich etwas mehr Kleider hier in Spanien) mit kleinen Überraschungen (Danke Mama für das Osternest! Ich hab brav geteilt ;-) natürlich erst am Ostersonntag!) ließen wir den Abend mit einem Stadtbummel, bei dem wir auch noch mehr oder weniger an einer Karfreitagsprozession teilnahmen, ausklingen...

Sábado de Gloria

Der Startschuss für die "Eroberung" Barcelonas war gefallen!
Frühstück am Placa del Rei im schönsten Sonnenschein mit "Gitarrenmusik" und ein Spaziergang durch das Barri Gótico über die Placa de Catalunya in Richtung Palau de la Música Catalana. Zurück über die Passeig de Grácia - Shopping! :-) Insoweit das "agreement", dass ich circa zwei Stunden zum Shoppen bekomme - waren diese zwei Stunden jedoch für uns beide erfolgreich!
Kurzer Zwischenstopp in der "Nespresso-Boutique", um die Limited Edition zu verkosten - und dann entdeckte ich den "großen" Shop: WOW - ein lässiges Geschäft! (Kurzer Ausflug in die Nespressowelt ;-), die Arbeit prägt ja doch irgendwie)

Um keinen falschen Verdacht aufkommen zu lassen - wir sind nicht von Geschäft zu Geschäft gelaufen, im Vordergrund stand natürlich weiterhin "Sightseeing" - die Passeig de Grácia bietet ja einiges Sehenswertes: Casa Milà, Casa Batlló, irgendein Innenhof mit einem wunderschönen Glasdach, tolle Straßenlaternen ;-) ...

Vor dem Abendessen ein quasi romantisch-kitschiges Erlebnis am Montjuic mit La Font Mágica - ein riesen Springbrunnen mit Wasser-, Licht- und Musicshow (Disney Filmmusik stand am Programm). Trotz bisschen Kitsch auch schööön, weil schon finster und alles beleuchtet :-)

=> aber seht selbst!

Abendessen - klarerweise, wenn schon am Meer - am Hafen mit Paella :-) Stolz kann ich vermelden ALLES gegessen zu haben!! (Bitte beachten, wir sprechen hier von Meeresfrüchten!)
Leider hat uns hier der Regen überrascht, sodass der Weg ins Hostel gelaufen werden musste...

Domingo de Pascua

Nach einem erneuten Umzug und einem Frühstückskaffee auf der Placa de Sant Miquel (wir wohnten ja mitten im Barri Gótico) quer durch die Altstadt richtung Palau de la Música Catalana - diesmal zur Besichtigung innen. Kurzer Zwischenstopp an der Placa de la Seu, wo vor der Kathedrale im Sonnenschein eine Musikkapelle ihr Bestes versuchte und eine Gruppe (älterer) Menschen dazu tanzte.
Um 13.00 unsere Führung durch das Palau de la Música Catalana - ich war beeindruckt. Ein tolles Gebäude! Leider ist im Palau das Fotografieren untersagt - der große Konzertsaal ist nämlich Wahnsinn. Vielste Mosaike und Glasfenster im sogenannten "Modernisme"-Stil. Da das Palau zwischen eher kleinen Gassen liegt, ist auch das Fotografieren der Fassade nicht ganz so optimal...

Das - inzwischen nicht mehr ganz so - schöne Wetter ausnützend, dann also weiter in den Parc Güell. (Da ich zum ersten Mal in Barcelona war, hat mir mein "persönlicher Touristguide" :-) alle wichtigsten Sehenswürdigkeiten gezeigt)
Leider war der Park sehr "ungrün" - aber man sieht sich den Parc Güell ja nicht der Vegetation an, sondern aufgrund Gaudí's architektonischer Schöpfungen.
Die letzten Sonnenstrahlen bei mehr oder weniger schönen Trompetenklängen auf der Banc de Trencadís genießend, sammelten wir Energien (Kilometermäßig geschont haben wir uns ja nicht gerade) für den anschließenden Fotomarathon und die "Futtersuche" im Viertel El Reval - da mein reiseführerlesender (ständig!) Schatz dies als "das Restaurantviertel" entlarvt hatte.

Lunes de Pascua

Was macht man an einem supersonnigen Ostermontag, nach einem lecker Frühstück in der Konditorei am Eck, wenn man schon am "Waaaasser" ist? Klar - man spaziert gemütlich La Rambla (kauft sich Ohrringe!) entlang gen Meer und macht eine Hafenrundfahrt, weil's mit der Barcelonacard kostenlos ist, gleich eineinhalb Stunden lang :-)

Highlight des Abends: Konzert des Kammerorchesters der "Jungen Sinfonie Köln" in der Església Sant Felip Neri - Zwei Stunden lauschten wir den Klängen Mozarts, Vivaldis, Brahms und Bachs! Superschön...

Danach noch gemütlich durch die Stadt zu schlendern, ein Eis zu essen - was will man mehr?!

Martes

Letzter Tag ganz im Zeichen "Gaudí's Barcelona"!
Morgens zum Temple Expiatori de la Sagrada Familia - eine riesige Baustelle, für die man sogar Eintritt bezahlt ;-). Der kluge Peter hatte ja vorgeschlagen, Gaudí auf den Dienstag zu verlegen, da ja kein Feiertag mehr und somit potentiell viel weniger Touristen = 100 Punkte! Wir mussten so gut wie nicht warten, um hineinzukommen. Das Selbe beim Casa Milà!
Aufgrund der kurzen Wartezeiten stand uns plötzlich ein halber Tag zur Verfügung - und wir kein "Programm"... aber bestes Wetter (fast schon sommerlich) und so war der nahegelegene Parc de la Ciutadella mit kurzem Zwischenstopp beim Arc de Triomf schnell erreicht. Siesta! (Bis sich am Himmel leider doch wieder Wolken blicken ließen)

Die "restlichen" Stunden verbrachten wir spazierend am Strand, bevor wir uns hungrig über eine viel zu große, aber sehr interessante, Fischplatte hermachten! Zumindest weiß ich jetzt, dass ich Fisch und Meeresgetier sehr wohl essen kann, mir aber wirklich nicht alles schmeckt, man sich außerdem Muscheln nicht zulange ansehen sollte, bevor man sie isst und sie kalt auch nicht so toll schmecken! ;-)
Mit neuem Wissen ausgestattet, ein letzter "Schlenderer" am Hafen entlang richtung Eis und Hostel - so verbrachten wir gemütlich und glücklich unseren letzten Abend in Barcelona.

Miercoles

Abreisetag!
Gibt nicht viel zu berichten, außer dass der Abschied dank etwas Stress eher kurz ausgefallen ist und während Peter einen eher "kurzen" Heimweg vor sich hatte, trat ich meine "Odyssee" durch Spanien an ... (Ich will's nicht nochmal schreiben - nur soviel: aufgebrochen bin ich um 10.00 in Barcelona, Flug ging um 12.00 (Flugzeit eine Stunde) - in Cuenca war ich um 19.00)

Resümee
Barcelona ist eine wunderschöne Stadt, in der es ewig viel zu entdecken gibt. Der tolle Stilmix zwischen Moderne, Gotik, Klassizismus und der "spanischen Modernisme" (Gaudí etc.) schafft ein eigenes Flair, natürlich unterstützt durch die Lage am Meer...

Das Schönste? - Diese Tage mit meinem Schatz verbracht zu haben *strahl*


Donnerstag, 20. März 2008

Semana Santa in Cuenca

Obwohl ich die Hauptprozession "las turbas" in Cuenca verpasse - fliege ich ja morgen nach Barcelona *strahl* - konnte ich mir die Gelegenheit nicht entgehn lassen, eine typische "Semana-Santa-Prozession" in Cuenca mitzuerleben.

Da diese Woche ja täglich Prozessionen stattfinden, hab' ich mich gestern mit Eliza (einer Polin aus meinem Spanischkurs) getroffen, um die
Procesión de "El Silencio" (entschuldigt die tw. schlechte Qualität!) anzusehen. Sehr interessant, wenn auch etwas eigenartig - hat doch eine Prozession für mich genau gar nichts mit Ostern zu tun...
Interessant auch wievieleMenschen mitprozessieren - schon die kleinsten Kinder werden in eine Kutte gesteckt und mitgenommen!

Jorge - unser Spanischlehrer - hat erzählt, dass die Leute, die hier mitmaschieren, vor allem jene, die die Heiligenfiguren tragen, echt viel Geld bezahlen um das machen zu dürfen!

Wenn man an unsere Karwoche denkt und das hier erlebt - großer Unterschied! Wo bei uns ab Freitag Andachten abgehalten werden und strengste Fasttage - hier Prozessionen mit Musikkapellen und anschließend Fiesta (wenn nicht schon bei der Prozession, so wie anscheinend bei
"las turbas" (kl. Video von YouTube für euch), die ja schon um 5.00 früh losgeht)...

Interessant - muss ich jedoch gestehen, ich freu mich auf Ostern in Österreich nächstes Jahr! :)

Die Ostertage werde ich in Barcelona verbringen - morgen geht's endlich los! - und nach knapp sieben Wochen Peter endlich wiedertreffen! *strahl

Ich wünsche allen ein FROHES OSTERFEST!!

Montag, 10. März 2008

...ein kleiner Ausflug in den "Orient"

Der eher spontane Kurztripp nach Granada nahm schon einen speziellen Anfang, ergab es sich nämlich, dass Janna (meine Hamburger Freundin, die ich in Iguazú kennenlernen durfte) gerade an diesem Wochenende ihre Schwester Inga in Madrid besuchte und sich uns damit die Möglichkeit eines Wiedersehens bot. Nach einigen Mails zwischen Madrid-Cuenca-Paris (Janna ist dort gerade Erasmus) war das Treffen ausgemacht und alle nötigen Details ausgetauscht - quasi problemlos in der Umsetzung...
Etwas müde vom vornächtlichen Ausgehen in Cuenca stieg ich freitags gegen 14.00 in den Bus nach Madrid, dort angekommen, waren die Buskarten nach Granada überraschend schnell organisiert und ich schrieb noch kurz das vereinbarte sms an Inga, bevor ich voller Vorfreude in die Metro stieg. Dann der Schock, als ich kurz vor der verabredeten Haltestelle ein sms mit folgendem Inhalt bekomme: "quien eres?"... Ein düsterer Verdacht drängte sich mir auf, der sich leider bestätigte, als ich die Nummer sicherheitshalber auch noch anrief... Das war nicht Ingas Handynummer! Irene also mutterseelen allein irgendwo in Madrid und kurz davor ein bisschen den Kopf zu verlieren, entscheidet sich jedoch dagegen und überlegt, was tun... Glücklicherweise hab ich ja schon sowas wie Freunde in Cuenca und Nacho (Mexikaner) saß auch zufällig grade vor seinem Computer - "webmail.stud.uni-graz.at" einem Mexikaner zu erklären ist nicht ganz so einfach, musste ich feststellen. Auch sind Mails in deutscher Sprache nicht unbedingt Mexikanerfreundlich! Schlußendlich hatte ich dann aber doch die richtige Nummer und so verbrachten wir plaudernd bei Rotwein, Sekt und selbstgemachter Spinatlasagne einen supernetten Abend in Ingas Wohnung...

Mein Bus verließ Madrid um 1.30 - mein Plan die Nacht durchzufahren und eine Übernachtung im Hostel zu sparen war gut - aber nicht 100%ig ausgereift, wie ich feststellen musste. Bei fünf Stunden Busfahrt bekommt man nicht genügend Schlaf, um 6.30 ist es verdammt kalt - auch im Süden Spaniens - und um diese Uhrzeit hat in Granada noch nichts geöffnet. Mit diesen Erkenntnissen, verstärkt durch die allgemeine "Unsicherheit" noch keine Übernachtungsmöglichkeit zu haben, begann ich Granada (Stadt-)planlos zu erkunden... Ein Glück, dass das Zentrum von Granada auch nicht sooo groß ist! Spazierend mordete ich einige Stunden (schlug sie also tot *witz*), bis die Touristinfo aufmachteund ich mir endlich einen Stadtplan besorgen konnte. Um 12.00 hatte ich dann schließlich auch - nach langem Suchen, ettlichen Kilometern Fußmarsch und leicht aufkeimender Panik - einen Schlafplatz in einem sehr netten Hostel gefunden.

Nach bezogenem Quartier begann ich die "richtige" Sightseeingrunde durch
Granada ...

Müde und mit schmerzenden Füßen lag ich an diesem Abend schon gegen 20.30 im Bett, musste ich doch am nächsten Tag sehr bald aufstehen. Meine neue Unorganisiertheit ein weiteres mal verfluchend hatte ich nämlich erfahren, dass man die Tickets für die Alhambra vorbestellen sollte. Glücklicherweise gibt es jedoch ein Kontingent an Karten, die täglich ab 8.oo verkauft werden - das bedeutet nur: schnell sein und früh anstellen!
Somit hieß es um 6.00 aus den Federn, Station des Busses suchen, der direkt zur Alahmbra fährt und Beine in den Bauch stehen bis 8.00. Der Bus war schnell gefunden, lediglich zweiteres stellte sich als schwierig heraus, war es doch - wie auch vortags - sehr kühl um diese Uhrzeit und musste ich weiters feststellen, dass inzwischen beide Füße bei jedem Schritt schmerzten. Dies war aber kurz vergessen, als ich endlich mein Ticket in Händen hielt - das Vergessen hielt jedoch nicht lange vor, legte ich doch an diesem Tag wieder einige Kilometer zurück, wenn auch diesmal im Schneckentempo und einem äußerst eleganten Gehstil! ;-)


Die Schmerzen zu ertragen hat sich jedoch vollends gelohnt - die
Alhambra und die Generalife sind irre beeindruckend!

Ohnehin langsam unterwegs ließ ich mir Zeit, um die Schönheit der Alhambra und den warmen Sonnenschein zu genießen, bevor ich mich humpelnd in Richtung Stadt aufmachte - was sonst noch den ganzen Tag machen?
Da der Weg von der Alhambra bis zur Plaza Nueva sogar für mein Schneckentempo nicht stundenfüllend war, entschloss ich mich den restlichen Nachmittag kartenschreibend und straßenkünstlerbetrachtend auf der Plaza Nueva zu verbringen - sehr relaxed! Inzwischen machte mir mein Spontanausflug auch schon wieder richtig Spaß, war doch der Stress wegen Unterkunft und Tickets Schnee von gestern... :-)

Nach einer verspäteten Siesta im Hostel startete ich gegen 20.00 noch den finalen
Nachtspaziergang duch Granada
, in der Hoffnung einige "Postkarten-kitschige" Fotos zu schießen ;-) Erwartungsgemäß war ich auch von dieser Seite Granadas schwer begeistert... Hier kommen einfach die arabische und die europäische Kultur interessant vermengt zutage, was mir richtig gut gefällt und in mir den Wunsch verstärkt hat, mir nun endlich auch mal den Orient etwas genauer anzusehen! *reisepläneschmiede*

Was mir sonst noch so aufgefallen ist in Granada? Während wohl Cuenca das "Trainingshosen-Paradies" ist, scheint Granada die "Alternativen-Hochburg" Spaniens zu sein... ich hab noch nie irgendwo soviele Dreadlocks gesehen! ;-)

Heute morgen um 10.00 wurde dann die "Heimreise" angetreten... 5 Stunden im Bus nach Madrid, dort 1,5 Stunden warten auf den Bus nach Cuenca und dank Fortuna auch noch den "langsamen" Bus erwischt, der nicht nur 2, sondern fast 3 Stunden braucht, weil er die winzigsten Dörfer ansteuert... Schlussendlich bin ich jedoch wieder - mehr oder weniger - heil in Cuenca gelandet und hab viel "fürs Leben" und über Spanien gelernt ;-)

... und jetzt kümmere ich mich erstmal um meine Füße, ich will übermorgen wieder auf die Uni "gehen" und nicht "humpeln" :-)