Aranjuez liegt circa vierzig Minuten von Madrid entfernt und beherbergt die Sommerresidenz der spanischen Könige. Das heißt heute wohl nicht mehr.
Bei strahlendem Sonnenschein und der Hoffnung auf gutes Wetter verließ ich Cuenca - wieder mit dem Zug, der diesmal zum Glück weniger wackelte - richtung Aranjuez. Wenige Minuten nach mir traf auch Birgit ein und wir machten uns auf die Suche nach dem Palast. Erwähnenswert vielleicht, dass schon wieder dunkle Wolken am Himmel zu sehen waren.
Der Palast - so groß er ist - ist nicht zu verfehlen, aufgrund diverser Renovierungsarbeiten und des dunkelgrauen Himmels sind die Fotos jedoch unspektakulär.
Der Spaziergang durch die Punkzimmer versetzt einen in eine andere Zeit - neben in farbenfroh ausgestatteten Schlaf-und Wohnräumen im Barockstil bekommt man auch einiges an Hausrat aus dem achtzehnten Jahrhundert zu Gesicht. (Kinderspielzeug, Uniformen, Ballrobem, Fächer etc.)
Der Spaziergang durch die Punkzimmer versetzt einen in eine andere Zeit - neben in farbenfroh ausgestatteten Schlaf-und Wohnräumen im Barockstil bekommt man auch einiges an Hausrat aus dem achtzehnten Jahrhundert zu Gesicht. (Kinderspielzeug, Uniformen, Ballrobem, Fächer etc.)
Hier sind auch die Brautkleider von Königin Sophia, Prinzessin Laetizia und den Infantinen Elena und Christina augestellt. (Nett anzusehen)
Überrascht mussten wir feststellen, dass wir trotz geruhsamem Gang durch das Schloss lediglich eine halbe Stunde benötigt hatten. Aber Aranjuez bietet ja mehr - zum Beispiel schöne Gärten und das Museo Taurino.
Wegen des nun doch eingesetzten Regens verkürzten wir den Rundgang im Parkt und machten uns auf die Suche nach dem Tourist Office. Trotz der schlechten Beschilderung endlich gefunden, die schlechte Nachricht, dass das Museum geschlossen hat. Die Überlegung das Schloss ein zweites Mal zu besichtigen wurde schließlich doch verworfen und gegen eine Fahrt durch Aranjuez mit dem "Chiquitrén" ersetzt.
Dieser lustige Bummelzug fährt Touristen aus aller Welt quer durch Aranjuez spazieren, großteils durch den Parque del Principe, der den Beschreibungen der Reiseführer entspricht und tatsächlich sehr schön ist. Leider hatten wir das "Glück" diese Fahrt gemeinsam mit einer Gruppe von "spanischen Frauen über fünfzig" zu machen. Die vor lauter Aufregung ob dieser Reise (meine Unterstellung) herumkreischten, -schrien, -sangen... Fast schlimmer als die Schulklassen, die sich rund um den Palast versammelt hatten.
Überrascht mussten wir feststellen, dass wir trotz geruhsamem Gang durch das Schloss lediglich eine halbe Stunde benötigt hatten. Aber Aranjuez bietet ja mehr - zum Beispiel schöne Gärten und das Museo Taurino.
Wegen des nun doch eingesetzten Regens verkürzten wir den Rundgang im Parkt und machten uns auf die Suche nach dem Tourist Office. Trotz der schlechten Beschilderung endlich gefunden, die schlechte Nachricht, dass das Museum geschlossen hat. Die Überlegung das Schloss ein zweites Mal zu besichtigen wurde schließlich doch verworfen und gegen eine Fahrt durch Aranjuez mit dem "Chiquitrén" ersetzt.
Dieser lustige Bummelzug fährt Touristen aus aller Welt quer durch Aranjuez spazieren, großteils durch den Parque del Principe, der den Beschreibungen der Reiseführer entspricht und tatsächlich sehr schön ist. Leider hatten wir das "Glück" diese Fahrt gemeinsam mit einer Gruppe von "spanischen Frauen über fünfzig" zu machen. Die vor lauter Aufregung ob dieser Reise (meine Unterstellung) herumkreischten, -schrien, -sangen... Fast schlimmer als die Schulklassen, die sich rund um den Palast versammelt hatten.
Da sich jedoch die Sonne zum Teil wieder blicken ließ, nahmen wir dies mit Humor ;-)
Schlussendlich holten wir uns doch noch eine zweite Eintrittskarte - war ja gratis ;-) Nein, wir wollten uns das ganze Schloss nicht nochmal ansehen - die Toiletten dort waren jedoch die saubersten verfügbaren *gg*
Nach der gemütlichen Rundfahrt hetzten wir durch Madrid, um noch rechtzeitig zum etwas zweifelhaften Höhepunkt des Abends zu kommen. Am Programm stand:
Schlussendlich holten wir uns doch noch eine zweite Eintrittskarte - war ja gratis ;-) Nein, wir wollten uns das ganze Schloss nicht nochmal ansehen - die Toiletten dort waren jedoch die saubersten verfügbaren *gg*
Nach der gemütlichen Rundfahrt hetzten wir durch Madrid, um noch rechtzeitig zum etwas zweifelhaften Höhepunkt des Abends zu kommen. Am Programm stand:
Die Madrider "Plaza de Toros de las Ventas" ist die bedeutendste in Spanien, und aufgrund der zur Zeit stattfindenden Festlichkeiten zu "San Isidro" werden einige Corridas veranstaltet.
Mit gemischten Gefühlen fuhren wir schon zur Plaza. Das Gebäude - ich hatte es vorher noch nie gesehen - ist tatsächlich ein sehr schönes, eindrucksvolles. Das erste Erstaunen löste schon die Menschenmenge aus, die sich dieses grausame Spektakel ansah. Die Plaza war gesteckt voll und es herrschte eine Atmosphäre wie im Fußballstadion. (Nur dass drei viertel der Zuseher Männer über fünfundfünfzig waren ;-) )
Ich muss sagen, ich habe zwar einiges an Fotos gemacht, jedoch nicht immer richtig zugesehen, was in der Arena passiert. Die ganze Corrida fängt ja eher harmlos an, indem die Matadore den Stier mit großen Tüchern reizen und in der Arena herumjagen. Ich habe gelesen, dass dies dazu dient, dem Matador das "lesen" des Stiers zu ermöglichen, das heißt sein Fluchtverhalten zu studieren. Dann fängt die Grausamkeit an. Die sogenannten Picadores kommen auf Pferden in die Arena und stechen dem Stier mit Lanzen in den Rücken. Die Pferde sind zwar mit Polsterungen geschützt, jedoch haben wir auch gesehen, dass der Stier das Pferd quasi auf die Hörner genommen hat.
Im weiteren Teil kommen die sogenannten Banderilleros in die Arena, die dem Stier drei Paare von bunten Spießen in den Rücken stecken. Zu sehen, mit wieviel Angst die da am Stier vorbeilaufen, wirft die Frage auf, WARUM die das überhaupt tun. Was einen Mann dazu verleitet, Stierkämpfer zu werden!!
Im dritten und letzten Teil tritt dann der Matador auf den Plan. Der eigentlich nach beweis seines "Mutes" - ich würde behaupten Dummheit - den Stier mit einem Degenstoß in dessen Herzen töten soll. Die Männer um uns herum haben das alles mit "Kennermiene" beurteilt - wir fanden dieses Spektakel eher grausam. Vor allem, da der schlußendlich tötende Schnitt mit einem kleinen Messer gemacht wird, wenn der Stier schon am Boden liegt. Wirkt noch grausamer, so als würden sie den Stier, der eh schon fast tot ist noch weiter quälen.
Alles in Allem war es ein eher zweifelhaftes Vergnügen, auf das Birgit und ich nach dem dritten Stier (von sechs) verzichteten. Wir haben es gesehen und unter "Meinungsbildung und Erfahrung" verbucht.
Was soll man großartig darüber sagen? Es ist ein unnötiges Schauspiel, eine unnötige Ausprägung des "Machista-Gedankengutes", das in Spanien doch recht ausgeprägt ist.
Im dritten und letzten Teil tritt dann der Matador auf den Plan. Der eigentlich nach beweis seines "Mutes" - ich würde behaupten Dummheit - den Stier mit einem Degenstoß in dessen Herzen töten soll. Die Männer um uns herum haben das alles mit "Kennermiene" beurteilt - wir fanden dieses Spektakel eher grausam. Vor allem, da der schlußendlich tötende Schnitt mit einem kleinen Messer gemacht wird, wenn der Stier schon am Boden liegt. Wirkt noch grausamer, so als würden sie den Stier, der eh schon fast tot ist noch weiter quälen.
Alles in Allem war es ein eher zweifelhaftes Vergnügen, auf das Birgit und ich nach dem dritten Stier (von sechs) verzichteten. Wir haben es gesehen und unter "Meinungsbildung und Erfahrung" verbucht.
Was soll man großartig darüber sagen? Es ist ein unnötiges Schauspiel, eine unnötige Ausprägung des "Machista-Gedankengutes", das in Spanien doch recht ausgeprägt ist.
--> Fotos von der Corrida


