Donnerstag, 27. März 2008

Barcelona

Fünf Tage Barcelona liegen nun hinter mir - wunderschöne Tage - aber wo anfangen mit erzählen?

Viernes Santo

Nach eigenverschuldeten vier Stunden Schlaf stieg ich um 7.30 in den Bus nach Madrid, trotz der frühen Stunden gut gelaunt und voller Vorfreude! "Nur mehr ein paar Stunden :-)"
Auf dem Weg zum Busbahnhof vernahm ich noch die (letzten?) Klänge von "las turbas" - ich glaube, die Polizei hat an diesem Morgen ein tolles "Geschäft" gemacht ;-)
Die Verbindung vom Busbahnhof zum Flughafen in Madrid ist echt gut - mehr oder weniger "ratzfatz" war ich dort... um weitere 3 Stunden auf meinen Flug zu warten.
Eine Stunde im Flieger und weiter ging's mit meiner "Schatzsuche" *wortwitz ;-)*

Vom Flughafen Barcelona also quer durch die Stadt zur "Estación de Autobuses del Norte" und weiter zum Flughafen Girona (wieder eine Stunde im Bus). Witzigerweise können Flugzeuge 30 Minuten zu früh ankommen, sodass ich - quasi perfektes timing - überhaupt nicht mehr warten musste, um endlich wieder bei "meinem Peter" zu sein :-)

Vom Hostel (Sauberkeit und Lage) überaus positiv überrascht und nach kurzer "Gepäcksdurchsicht" (endlich hab ich etwas mehr Kleider hier in Spanien) mit kleinen Überraschungen (Danke Mama für das Osternest! Ich hab brav geteilt ;-) natürlich erst am Ostersonntag!) ließen wir den Abend mit einem Stadtbummel, bei dem wir auch noch mehr oder weniger an einer Karfreitagsprozession teilnahmen, ausklingen...

Sábado de Gloria

Der Startschuss für die "Eroberung" Barcelonas war gefallen!
Frühstück am Placa del Rei im schönsten Sonnenschein mit "Gitarrenmusik" und ein Spaziergang durch das Barri Gótico über die Placa de Catalunya in Richtung Palau de la Música Catalana. Zurück über die Passeig de Grácia - Shopping! :-) Insoweit das "agreement", dass ich circa zwei Stunden zum Shoppen bekomme - waren diese zwei Stunden jedoch für uns beide erfolgreich!
Kurzer Zwischenstopp in der "Nespresso-Boutique", um die Limited Edition zu verkosten - und dann entdeckte ich den "großen" Shop: WOW - ein lässiges Geschäft! (Kurzer Ausflug in die Nespressowelt ;-), die Arbeit prägt ja doch irgendwie)

Um keinen falschen Verdacht aufkommen zu lassen - wir sind nicht von Geschäft zu Geschäft gelaufen, im Vordergrund stand natürlich weiterhin "Sightseeing" - die Passeig de Grácia bietet ja einiges Sehenswertes: Casa Milà, Casa Batlló, irgendein Innenhof mit einem wunderschönen Glasdach, tolle Straßenlaternen ;-) ...

Vor dem Abendessen ein quasi romantisch-kitschiges Erlebnis am Montjuic mit La Font Mágica - ein riesen Springbrunnen mit Wasser-, Licht- und Musicshow (Disney Filmmusik stand am Programm). Trotz bisschen Kitsch auch schööön, weil schon finster und alles beleuchtet :-)

=> aber seht selbst!

Abendessen - klarerweise, wenn schon am Meer - am Hafen mit Paella :-) Stolz kann ich vermelden ALLES gegessen zu haben!! (Bitte beachten, wir sprechen hier von Meeresfrüchten!)
Leider hat uns hier der Regen überrascht, sodass der Weg ins Hostel gelaufen werden musste...

Domingo de Pascua

Nach einem erneuten Umzug und einem Frühstückskaffee auf der Placa de Sant Miquel (wir wohnten ja mitten im Barri Gótico) quer durch die Altstadt richtung Palau de la Música Catalana - diesmal zur Besichtigung innen. Kurzer Zwischenstopp an der Placa de la Seu, wo vor der Kathedrale im Sonnenschein eine Musikkapelle ihr Bestes versuchte und eine Gruppe (älterer) Menschen dazu tanzte.
Um 13.00 unsere Führung durch das Palau de la Música Catalana - ich war beeindruckt. Ein tolles Gebäude! Leider ist im Palau das Fotografieren untersagt - der große Konzertsaal ist nämlich Wahnsinn. Vielste Mosaike und Glasfenster im sogenannten "Modernisme"-Stil. Da das Palau zwischen eher kleinen Gassen liegt, ist auch das Fotografieren der Fassade nicht ganz so optimal...

Das - inzwischen nicht mehr ganz so - schöne Wetter ausnützend, dann also weiter in den Parc Güell. (Da ich zum ersten Mal in Barcelona war, hat mir mein "persönlicher Touristguide" :-) alle wichtigsten Sehenswürdigkeiten gezeigt)
Leider war der Park sehr "ungrün" - aber man sieht sich den Parc Güell ja nicht der Vegetation an, sondern aufgrund Gaudí's architektonischer Schöpfungen.
Die letzten Sonnenstrahlen bei mehr oder weniger schönen Trompetenklängen auf der Banc de Trencadís genießend, sammelten wir Energien (Kilometermäßig geschont haben wir uns ja nicht gerade) für den anschließenden Fotomarathon und die "Futtersuche" im Viertel El Reval - da mein reiseführerlesender (ständig!) Schatz dies als "das Restaurantviertel" entlarvt hatte.

Lunes de Pascua

Was macht man an einem supersonnigen Ostermontag, nach einem lecker Frühstück in der Konditorei am Eck, wenn man schon am "Waaaasser" ist? Klar - man spaziert gemütlich La Rambla (kauft sich Ohrringe!) entlang gen Meer und macht eine Hafenrundfahrt, weil's mit der Barcelonacard kostenlos ist, gleich eineinhalb Stunden lang :-)

Highlight des Abends: Konzert des Kammerorchesters der "Jungen Sinfonie Köln" in der Església Sant Felip Neri - Zwei Stunden lauschten wir den Klängen Mozarts, Vivaldis, Brahms und Bachs! Superschön...

Danach noch gemütlich durch die Stadt zu schlendern, ein Eis zu essen - was will man mehr?!

Martes

Letzter Tag ganz im Zeichen "Gaudí's Barcelona"!
Morgens zum Temple Expiatori de la Sagrada Familia - eine riesige Baustelle, für die man sogar Eintritt bezahlt ;-). Der kluge Peter hatte ja vorgeschlagen, Gaudí auf den Dienstag zu verlegen, da ja kein Feiertag mehr und somit potentiell viel weniger Touristen = 100 Punkte! Wir mussten so gut wie nicht warten, um hineinzukommen. Das Selbe beim Casa Milà!
Aufgrund der kurzen Wartezeiten stand uns plötzlich ein halber Tag zur Verfügung - und wir kein "Programm"... aber bestes Wetter (fast schon sommerlich) und so war der nahegelegene Parc de la Ciutadella mit kurzem Zwischenstopp beim Arc de Triomf schnell erreicht. Siesta! (Bis sich am Himmel leider doch wieder Wolken blicken ließen)

Die "restlichen" Stunden verbrachten wir spazierend am Strand, bevor wir uns hungrig über eine viel zu große, aber sehr interessante, Fischplatte hermachten! Zumindest weiß ich jetzt, dass ich Fisch und Meeresgetier sehr wohl essen kann, mir aber wirklich nicht alles schmeckt, man sich außerdem Muscheln nicht zulange ansehen sollte, bevor man sie isst und sie kalt auch nicht so toll schmecken! ;-)
Mit neuem Wissen ausgestattet, ein letzter "Schlenderer" am Hafen entlang richtung Eis und Hostel - so verbrachten wir gemütlich und glücklich unseren letzten Abend in Barcelona.

Miercoles

Abreisetag!
Gibt nicht viel zu berichten, außer dass der Abschied dank etwas Stress eher kurz ausgefallen ist und während Peter einen eher "kurzen" Heimweg vor sich hatte, trat ich meine "Odyssee" durch Spanien an ... (Ich will's nicht nochmal schreiben - nur soviel: aufgebrochen bin ich um 10.00 in Barcelona, Flug ging um 12.00 (Flugzeit eine Stunde) - in Cuenca war ich um 19.00)

Resümee
Barcelona ist eine wunderschöne Stadt, in der es ewig viel zu entdecken gibt. Der tolle Stilmix zwischen Moderne, Gotik, Klassizismus und der "spanischen Modernisme" (Gaudí etc.) schafft ein eigenes Flair, natürlich unterstützt durch die Lage am Meer...

Das Schönste? - Diese Tage mit meinem Schatz verbracht zu haben *strahl*


Donnerstag, 20. März 2008

Semana Santa in Cuenca

Obwohl ich die Hauptprozession "las turbas" in Cuenca verpasse - fliege ich ja morgen nach Barcelona *strahl* - konnte ich mir die Gelegenheit nicht entgehn lassen, eine typische "Semana-Santa-Prozession" in Cuenca mitzuerleben.

Da diese Woche ja täglich Prozessionen stattfinden, hab' ich mich gestern mit Eliza (einer Polin aus meinem Spanischkurs) getroffen, um die
Procesión de "El Silencio" (entschuldigt die tw. schlechte Qualität!) anzusehen. Sehr interessant, wenn auch etwas eigenartig - hat doch eine Prozession für mich genau gar nichts mit Ostern zu tun...
Interessant auch wievieleMenschen mitprozessieren - schon die kleinsten Kinder werden in eine Kutte gesteckt und mitgenommen!

Jorge - unser Spanischlehrer - hat erzählt, dass die Leute, die hier mitmaschieren, vor allem jene, die die Heiligenfiguren tragen, echt viel Geld bezahlen um das machen zu dürfen!

Wenn man an unsere Karwoche denkt und das hier erlebt - großer Unterschied! Wo bei uns ab Freitag Andachten abgehalten werden und strengste Fasttage - hier Prozessionen mit Musikkapellen und anschließend Fiesta (wenn nicht schon bei der Prozession, so wie anscheinend bei
"las turbas" (kl. Video von YouTube für euch), die ja schon um 5.00 früh losgeht)...

Interessant - muss ich jedoch gestehen, ich freu mich auf Ostern in Österreich nächstes Jahr! :)

Die Ostertage werde ich in Barcelona verbringen - morgen geht's endlich los! - und nach knapp sieben Wochen Peter endlich wiedertreffen! *strahl

Ich wünsche allen ein FROHES OSTERFEST!!

Montag, 10. März 2008

...ein kleiner Ausflug in den "Orient"

Der eher spontane Kurztripp nach Granada nahm schon einen speziellen Anfang, ergab es sich nämlich, dass Janna (meine Hamburger Freundin, die ich in Iguazú kennenlernen durfte) gerade an diesem Wochenende ihre Schwester Inga in Madrid besuchte und sich uns damit die Möglichkeit eines Wiedersehens bot. Nach einigen Mails zwischen Madrid-Cuenca-Paris (Janna ist dort gerade Erasmus) war das Treffen ausgemacht und alle nötigen Details ausgetauscht - quasi problemlos in der Umsetzung...
Etwas müde vom vornächtlichen Ausgehen in Cuenca stieg ich freitags gegen 14.00 in den Bus nach Madrid, dort angekommen, waren die Buskarten nach Granada überraschend schnell organisiert und ich schrieb noch kurz das vereinbarte sms an Inga, bevor ich voller Vorfreude in die Metro stieg. Dann der Schock, als ich kurz vor der verabredeten Haltestelle ein sms mit folgendem Inhalt bekomme: "quien eres?"... Ein düsterer Verdacht drängte sich mir auf, der sich leider bestätigte, als ich die Nummer sicherheitshalber auch noch anrief... Das war nicht Ingas Handynummer! Irene also mutterseelen allein irgendwo in Madrid und kurz davor ein bisschen den Kopf zu verlieren, entscheidet sich jedoch dagegen und überlegt, was tun... Glücklicherweise hab ich ja schon sowas wie Freunde in Cuenca und Nacho (Mexikaner) saß auch zufällig grade vor seinem Computer - "webmail.stud.uni-graz.at" einem Mexikaner zu erklären ist nicht ganz so einfach, musste ich feststellen. Auch sind Mails in deutscher Sprache nicht unbedingt Mexikanerfreundlich! Schlußendlich hatte ich dann aber doch die richtige Nummer und so verbrachten wir plaudernd bei Rotwein, Sekt und selbstgemachter Spinatlasagne einen supernetten Abend in Ingas Wohnung...

Mein Bus verließ Madrid um 1.30 - mein Plan die Nacht durchzufahren und eine Übernachtung im Hostel zu sparen war gut - aber nicht 100%ig ausgereift, wie ich feststellen musste. Bei fünf Stunden Busfahrt bekommt man nicht genügend Schlaf, um 6.30 ist es verdammt kalt - auch im Süden Spaniens - und um diese Uhrzeit hat in Granada noch nichts geöffnet. Mit diesen Erkenntnissen, verstärkt durch die allgemeine "Unsicherheit" noch keine Übernachtungsmöglichkeit zu haben, begann ich Granada (Stadt-)planlos zu erkunden... Ein Glück, dass das Zentrum von Granada auch nicht sooo groß ist! Spazierend mordete ich einige Stunden (schlug sie also tot *witz*), bis die Touristinfo aufmachteund ich mir endlich einen Stadtplan besorgen konnte. Um 12.00 hatte ich dann schließlich auch - nach langem Suchen, ettlichen Kilometern Fußmarsch und leicht aufkeimender Panik - einen Schlafplatz in einem sehr netten Hostel gefunden.

Nach bezogenem Quartier begann ich die "richtige" Sightseeingrunde durch
Granada ...

Müde und mit schmerzenden Füßen lag ich an diesem Abend schon gegen 20.30 im Bett, musste ich doch am nächsten Tag sehr bald aufstehen. Meine neue Unorganisiertheit ein weiteres mal verfluchend hatte ich nämlich erfahren, dass man die Tickets für die Alhambra vorbestellen sollte. Glücklicherweise gibt es jedoch ein Kontingent an Karten, die täglich ab 8.oo verkauft werden - das bedeutet nur: schnell sein und früh anstellen!
Somit hieß es um 6.00 aus den Federn, Station des Busses suchen, der direkt zur Alahmbra fährt und Beine in den Bauch stehen bis 8.00. Der Bus war schnell gefunden, lediglich zweiteres stellte sich als schwierig heraus, war es doch - wie auch vortags - sehr kühl um diese Uhrzeit und musste ich weiters feststellen, dass inzwischen beide Füße bei jedem Schritt schmerzten. Dies war aber kurz vergessen, als ich endlich mein Ticket in Händen hielt - das Vergessen hielt jedoch nicht lange vor, legte ich doch an diesem Tag wieder einige Kilometer zurück, wenn auch diesmal im Schneckentempo und einem äußerst eleganten Gehstil! ;-)


Die Schmerzen zu ertragen hat sich jedoch vollends gelohnt - die
Alhambra und die Generalife sind irre beeindruckend!

Ohnehin langsam unterwegs ließ ich mir Zeit, um die Schönheit der Alhambra und den warmen Sonnenschein zu genießen, bevor ich mich humpelnd in Richtung Stadt aufmachte - was sonst noch den ganzen Tag machen?
Da der Weg von der Alhambra bis zur Plaza Nueva sogar für mein Schneckentempo nicht stundenfüllend war, entschloss ich mich den restlichen Nachmittag kartenschreibend und straßenkünstlerbetrachtend auf der Plaza Nueva zu verbringen - sehr relaxed! Inzwischen machte mir mein Spontanausflug auch schon wieder richtig Spaß, war doch der Stress wegen Unterkunft und Tickets Schnee von gestern... :-)

Nach einer verspäteten Siesta im Hostel startete ich gegen 20.00 noch den finalen
Nachtspaziergang duch Granada
, in der Hoffnung einige "Postkarten-kitschige" Fotos zu schießen ;-) Erwartungsgemäß war ich auch von dieser Seite Granadas schwer begeistert... Hier kommen einfach die arabische und die europäische Kultur interessant vermengt zutage, was mir richtig gut gefällt und in mir den Wunsch verstärkt hat, mir nun endlich auch mal den Orient etwas genauer anzusehen! *reisepläneschmiede*

Was mir sonst noch so aufgefallen ist in Granada? Während wohl Cuenca das "Trainingshosen-Paradies" ist, scheint Granada die "Alternativen-Hochburg" Spaniens zu sein... ich hab noch nie irgendwo soviele Dreadlocks gesehen! ;-)

Heute morgen um 10.00 wurde dann die "Heimreise" angetreten... 5 Stunden im Bus nach Madrid, dort 1,5 Stunden warten auf den Bus nach Cuenca und dank Fortuna auch noch den "langsamen" Bus erwischt, der nicht nur 2, sondern fast 3 Stunden braucht, weil er die winzigsten Dörfer ansteuert... Schlussendlich bin ich jedoch wieder - mehr oder weniger - heil in Cuenca gelandet und hab viel "fürs Leben" und über Spanien gelernt ;-)

... und jetzt kümmere ich mich erstmal um meine Füße, ich will übermorgen wieder auf die Uni "gehen" und nicht "humpeln" :-)

Montag, 3. März 2008

Frühling in Cuenca

Endlich hat der Frühling Einzug gehalten!

Es wird merklich grüner - Gott sei Dank! - und die Temperaturen liegen an die 20°, sodass man auf den Mantel, sogar auf den Pullover verzichten kann. *hurra*
Das schöne Wetter und den Sonntag genützt, habe ich mich noch einmal auf einen Spaziergang begeben - nachdem Michal mir ja letzten Sonntag weitere schöne Flecken von Cuenca gezeigt hat, musste ich die natürlich bei Sonnenlicht fototechnisch festhalten.

Frühlingsspaziergang durch Cuenca

Was gibts sonst News? Eigentlich wenig - werd' mich jetzt auf die Uni begeben und meine Pause auf der Bibliothek verbringen, nachdem ich jetzt begonnen habe mir die Lehrbücher vorzuknöpfen - ist aber mühsamst!

Was ich euch nicht vorenthalten kann und will ;-) Die Aussicht, die mir meine Nachbarn zur Verfügung stellen! -->
Betrachten auf eigene Gefahr!