Mittwoch, 14. Mai 2008

Gappmaier-Ladies-Trip :-)

Inzwischen gewohnt daran, meine Familie nicht rund um die Uhr zu sehen, war es doch wieder mal schön, zumindest einen Teil davon bei mir zu haben.

Als Auftakt unserer "Spanien-Tour" verbrachten wir einige Tage in Madrid. Nachdem ich diese wundervolle Stadt mit Peter schon genauest erkundigt hatte, konnte ich Mama und Inge gut zu den schönsten Plätzen führen und auch - was mich selbst etwas überraschte - mit einigem Wissen über die Stadt und die Sehenswürdigkeiten aufwarten.
Entgegen der wirklich miesen Wettervorhersage regnete es die ersten Tage zum Glück nicht, sodass uns sogar eine "Verschnaufpause" im Sonnenschein im "Parque del Buen Retiro" möglich war :-)

Den Palacio Real habe ich mir diesesmal gespart, Mama und Inge waren jedoch - wie ich vor 1,5 Wochen - begeistert davon. Während sich die zwei im Palast mit Spanischer Geschichte und Gegenwart auseinandersetzten, verbrachte ich meine Zeit Buskarten nach Cuenca und Musicalkarten für "La Bella y la Bestia" organisiserend.

Nach einem angenehmen Nachmittag im Retiro und einem guten Abendessen, brachten wir Mama ins Hostal und machten uns dann, zu Inges besonderer Freude, auf den Weg zu "La Bella y la Bestia". Sie hatte das Musical ja vorher noch nie gesehen.
Gewohnt an die historischen Bauten der Wiener Theater, war ich von diesem Neubau eher weniger begeistert, erinnerte er doch an ein Kino. Auch das Publikum weckte in mir den Eindruck, Kinopublikum zu sein - lediglich das Popcorn fehlte.

Die Show war nett - das Bühnenbild voll Technik und bunt. Bella sang als einzige wirklich gut und auch das Schauspiel der Darsteller ließ zu wünschen übrig. Wie Inge treffend sagte: mit dem Biest hatte man eher Mitleid, als Furcht vor ihm...
Pero bueno: Es war eine Erfahrung und die Musik ist ja schön ;-)

Samstag erfüllte sich leider der Wetterbericht und im strömenden Regen, bewaffnet mit Regenschirmen und -jacken gings erst zur Antigua Estación de Atocha - ein altes Bahnhofsgebäude, das zum Teil als Palmenhaus genutzt wird. So genossen wir quasi ein Frühstück im Urwald :-)

Zurück im Regen schien ein Museumsbesuch die beste Idee. Meine charmanten Reisebegleiterinnen musste auf den Genuss "Prado" verzichten - zwei mal in 2 Wochen: Nein Danke!
Da Madrid aber über drei zu den weltbesten Kunstsammlungen zählenden Museen verfügt, entschieden wir uns für die "Colleción Thyssen-Bornemisza". Als bekennender "Nicht-Kunstfan" kann ich sagen, es war nett - vor allem trocken - aber so richtig spektakuläres konnten wir nicht finden. Aber jedenfalls wurden wir trocken, die Zeit verging und wir näherten uns der Abfahrtszeit nach Cuenca.

Ankunft in Cuenca bei - Gott sei Dank - weniger Regen. Nachdem die Schlafstättenfrage gelöst war zauberte uns Esther eine spanische "Tortilla de Patatas". Sehr sehr lecker - und vor allem überaus nett von ihr :-) Die Kommunikation mit Inge und Mama funktionierte auch einigermaßen gut, im Notfall sprang ich als Dolmetscher ein ;-)

Muttertag in Cuenca:

Nach einer kurzen Nacht - musste Inge ja das "Cuenconian Nightlife" zeigen, das an diesem Samstag zugegebenermaßen wirklich nicht berauschen war - wurden wir von Mama in gewohnter Manier geweckt und nach einem guten Frühstück gings los zu "casco antiguo". Die zwei wollten natürlich endlich die berühmten "casas colgadas" mit eigenen Augen bewundern. Zum Glück spielte das Wetter mit - es war teilweise sogar Sonne und blauer Himmel zu sehen.
Cuenca zeigte sich also (fast) im besten Licht!

Aber es ist halt klein und so war die Besichtigung (sie haben alles! gesehen) am frühen Nachmittag abgeschlossen. Also zauberte ich für Mama ein tolles Muttertagsessen, als Nachspeise hatten wir einen lecker spanischen Apfelkuchen gekauft.
Da das Wetter zu schön war, um den restlichen Nachmittag in der - geputzten!!! - Wohnung zu verbringen, machte ich den Vorschlag, zu "Jesús" zu wandern. (Man bringt ja Opfer für die liebe Familie ;-) )
Der Ausblick hat die beiden - mich natürlich auch - begeistert. Der Blick auf Cuenca, der sich von hier oben bietet, ist wirklich toll. Vor allem im Sonnenschein.
Abschluss des Muttertags bildete der Besuch einer kleinen, urigen Tapasbar.

Nachdem der Bus nach Toledo - Mamas Reisehöhepunkt - am Montag schon um halb sieben abfuhr, gingen wir recht bald schlafen. Das heißt, Mama und Inge, ich telefonierte - nach vier Tagen - endlich mal wieder mit Peter, was doch länger dauerte. War also dementsprechend unausgeschlafen am nächsten Tag.

Zum Glück war das Hostal nicht weit von der Autobusstation entfernt - die Tasche, die ich den beiden mitgab, war schwerst! ;-) Aber die "Schleppstrapazen" waren ob der Schönheit Toledos schnell vergessen und Mama und Inge hellauf begeistert. Wir sind kreuz und quer durch die Stadt gelaufen... Nach einem kurzen Schläfchen auf der Parkbank hob sich auch meine Laune wieder deutlich, sodass der letzte gemeinsame Nachmittag/Abend auch noch sehr harmonisch verlief :-)

Nachdem ich die besuchten Städte schon kannte, kann ich jetzt eigentlich nichts Neues darüber berichten - hat mir alles auch beim zweiten Mal sehr gut gefallen. Toll war es, das mit Familie zu sehen, auch ihre Begeisterung und Freude zu erleben.

War toll! :-)

Keine Kommentare: