Nach einem übernachtungstechnischen Zwischenstopp in Cuenca und dem "Party-Vorbereitungs-Einkauf" ging es Mittwoch mittags mit unserem sportlich-roten Flitzer richtung ValenciaMan hört ja viel über diese Stadt, aber eigentlich nicht, was sie "touristisch" zu bieten hat, daher der Plan: Stadtplan besorgen und drauflosmarschieren!
Ganz anders als das übersichtliche Madrid besteht Valencias Altstadt aus einem Gewirr von engen Gässchen, die ab und an zu einem kleinen, verschlafenen Plätzchen führen. Man erkennt daher auf den ersten Blick, dass Valencia lange vor Madrid erbaut wurde. Ein Vergleich ist also schwierig, stehen sich Valencias mittelalterlicher Charme und Madrids eher barocker, royaler Flair gegenüber.
Beiden Städten ist jedoch die Bestrebung nach Moderne gemein. Während Barcelona momentan Inbegriff des "modernen, urbanen Lebens" ist, arbeiten Madrid und Valencia noch daran, nicht als "historische Städte" gekannt zu werden. (So zumindest mein Eindruck, nachdem ich nun alle drei gesehen habe.)
Nach also zwei Stunden Autofahrt und einer dreiviertelstunde Parkplatzsuche (*grml* wir hatten zwar ein Navi, das kannte jedoch alle Einbahnen Valencias nicht, sodass wir viiiiel im Kreis gefahren sind!) die freudige Überraschung des wirklich tollen Hostals! (Gut organisiert, Irene! ;-) ) Und unser Eroberungszug wurde fortgesetzt ;-)
Ein Besichtigungs-Muss in Valencia: La Ciudad de las Artes y las Ciencias (Kennt jeder von Fotos!)
Wir hätten sogar Gelegenheit gehabt, ein Konzert des Synphonieorchesters unter der Leitung von Lorin Maazel anzuhören - es waren jedoch alle sooo schön gekleidet, dass wir uns mit unseren Jeans fehl am Platz vorkamen. Stattdessen haben wir lieber Fotos gemacht! *hihi*
Da Valencia ja (angeblich) am Meer liegt, entschieden wir uns, Fisch zu essen und zum Hafen zu spazieren. Großer Fehler!!!
Der Hafen von Valencia liegt weitest entfernt von der Altstadt, ein Fußmarsch in eine Richtung ist schon nicht sehr lustig, wieder zurück eine Qual! Nachdem wir schließlich auch fast kein passendes Restaurant fanden, drohte die Laune kurzzeitig zu kippen :-( Schlußendlich war das Essen aber lecker (wenn auch teuer). Die Idee, für den Rückweg die Metro zu nehmen war gut, jedoch nicht durchführbar, weil nichts beschrieben, nichts gefahren... - also zu Fuß!
Der Fußweg bescherte uns die Gelegenheit, die Ciudad del las Artes y las Ciencias noch nächtlich beleuchtet zu fotografieren, ein kleiner Trost hinsichtlich der schmerzenden Beine!
Meinen Geburtstag habe ich dann mit strahlendem Sonnenschein und meinem Liebling in Valencia verbracht. Gemütlich schlendernd und die Sonne auf der "Plaza Ayuntamiento" genießend, bevor wir die Stadt der grauslichen Fußmärsche wieder richtung Cuenca verließen, wo noch einiges an Arbeit auf uns wartete, hatte ich doch zu einer kleinen "Party" geladen :-)
Die Gäste um 23.00 erwartet, trafen sie um 24.00 ein - wir hätten uns den leichten Stress vorher sparen können, aber man weiß ja nie! Das quasi "Palatschinkenbuffett" haben wir im perfekten Teamwork kreiert ;-) (Ich hatte die Idee, Peter hat sie großartig ausgeführt!)
Sie wissen, dass ich Schuhe liebe - auch, dass ich Pink nicht unbedingt mag... was sie nicht wussten: "rosa-glitzer" ist gaaaanz etwas anderes und so trafen sie quasi unwissend den Nagel auf den Kopf :-D
(Ihre Begründung war, auch ich bräuchte ein Kleidungsstück im "Cuenconian Style"!)
Dass Karolina auch noch das Toilettpapier vom "Toilett-Man" mit mir teilte, fand ich fast rührend! Besitze ich doch nun ein tolles Andenken, beziehungsweise hat sie ein "Papel de la Suerte" (Glückspapier) daraus gemacht! *grins*
Konsequenterweise habe ich meine neuen Schuhe - womöglich die Schönsten der Welt, jedenfalls aber von Cuenca!! - auch beim anschließenden "Ausgehen" angehabt. Damit hatten sie nicht gerechnet ;-) Leider sind sie mir etwas zu klein, ich befürchte also, ich kann sie nicht sooo oft tragen! *oooh*
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