Montag, 19. Mai 2008

Wochenende mit unerwartetem Programm :-)

Unerwartet bin ich dieses Wochenende zu "Sightseeing" gekommen, habe ich doch endlich mein ELSA-application-form abgeschickt (ELAS= european law student association und sie bieten einen Praktika-Vermittlungs-Service). Birgit, die dafür Zuständige, ist gerade auch noch in Spanien und wollte lustigerweise am Samstag ohnehin nach Cuenca kommen. Also hab ich mich spontan als Führer angeboten und wir haben einen netten Tag in Cuenca verbracht. (Hab sogar noch etwas mir unbekanntes entdeckt!)

Birgit und ihre italienische Freundin hatten geplant, gestern (Sonntag) nach San Lorenzo de El Escorial und El Valle de los Caídos zu fahren und mich eingeladen, sie zu begleiten.

Also bin ich um sechs in der Früh aufgestanden, zum Zug gelaufen, hab einige Stunden im irrsinnig wackeligen Zug verbracht und bin noch rechtzeitig in Madrid zum Bus gekommen, der uns zum circa eine Stunde entfernte El Escorial brachte.

Zum Glück schien da (noch) die Sonne, sodass wir die wunderschöne Landschaft bewundern konnten, die wir passieren mussten, um den berühmten Kloster-Palast-Komplex, den Philipp II. im 16. Jahrhundert in Auftrag gegeben wurde. Dieses riesige Gebäude, das nach dem Vatikanpalast der größte sein soll, ist ja recht beeindruckend. Leider haben wir - auf die Größe bezogen - sehr wenig gesehen. Auch die Königsgruft wurde uns verwehrt, da wir keine Führung hatten (Dafür gratis Eintritt, weil gestern "Tag des Museums" war :-) ).

Schneller als gedacht hatten wir die Besichtigung beendet und noch einige Zeit, bis der Bus zum Valle losfuhr. Also haben wir uns erstmal vor dem einsetzenden Regen in ein Restaurant geflüchtet.

Das Valle de los Caídos haben wir leider nur bei strömendem Regen und grauesten Wolken gesehen, sodass wir uns die Fahrt zu 25m hohen Kreuz gespart haben. Anscheinend soll die Sicht von dort traumhaft sein, außer Wolkensuppe hätte man gestern aber nichts gesehen.
Die in den Felsen gebaute Basilika - in der sich Francos Grab befindet - war jedoch recht beeindruckend. Sie ist ja mitunter die längste Kirche der Welt. (Wie uns erzählt wurde, wurde ein Gitter als Raumtrenner eingebaut, da der Vatikan nicht davon begeistert war, nicht die größte Kirche zu haben!)

Es war aber trotz Regen interessant dieses Monument zu sehen, das ja einige Kontroversen in sich birgt. Wurde es von Franco als Gedenkstätte für die im Bürgerkrieg umbekommenen in Auftrag gegeben - errichteten es Kriegsgefangene, wovon viele beim Bau ums Leben kamen. Man betritt den riesigen, nüchternen Bau doch mit gemischten Gefühlen. (Ich zumindest)

Nichts desto Trotz fand ich es interessant, dies gesehen zu haben - die Basilika im Inneren ist ja wirklich schön und vor allem riesig.

Hier einige Fotos!.

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